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„Wichtig ist eine nachhaltige, sozial verträgliche Entwicklung“
05.12.2019
Zur Diskussion über die Reform der Raumordnung in Südtirol hatte der SVP-Bezirk Bozen Stadt und Land jüngst ins Haus der Dorfgemeinschaft von Tiers geladen. Bezirksobmann Christoph Perathoner führte in die rechtlichen Aspekte der Materie ein, Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer stellte das neue Landesgesetz Raum und Landschaft im Detail vor. Bürgermeister Gernot Psenner ging auf die urbanistischen Herausforderungen aus der Sicht der Gemeinde Tiers näher ein, informierte über einige ortsspezifische Besonderheiten.
Die neue SVP-Ortsobfrau Lydia Kritzinger eröffnete den Abend und wies auf die Wichtigkeit hin, sich als Bürgerin und Bürger über die gesetzlichen Neuerungen zu informieren, vor allem wenn es sich um eines der wichtigsten Gesetzes des Landes handelt.
„Tiers hat eine ausnahmsweise schöne Natur und Landschaft, die es zu schützen, zu erhalten und attraktiv zu gestalten gilt“, betonte Bürgermeister Gernot Psenner. Die Herausforderung bestehe im Grunde darin, die vielen individuellen Interessen im Rahmen der natürlichen Gegebenheiten mit möglichst wenig Energieaufwand für die Allgemeinheit unter einen Hut zu bringen. „Es geht um eine nachhaltige, sozial verträgliche urbanistische Politik, welche Siedlungsentwicklung und Umweltschutzbelange in einem fairen Zusammenwirken aufeinander abstimmt.“
Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer erläuterte mit einfachen Worten das neue Gesetz Raum und Landschaft. Dabei ging sie vor allem auch auf die Neuerungen ein, die gegenwärtig im Landtag diskutiert werden. Sie forderte die Gemeindeverwaltung auf, die Bevölkerung bei den großen urbanistischen Entscheidungen durch partizipative Instrumente mehr einzubeziehen. Auch die Möglichkeit, künftig eigene Bauprojekte in der Gemeindekommission für Raum und Landschaft vorstellen zu können, solle wahrgenommen werden.
Bezirksobmann und Rechtsanwalt Christoph Perathoner beleuchtete einige rechtliche Neuigkeiten und ging einführend auf die neue rechtlichen Instrumente und die neue Rechtsterminologie ein. Er erinnerte daran, dass die erste Zeit nach dem Inkraftreten für die Gemeinden nicht ganz einfach sei – vor allem die Festsetzung der Siedlungsgrenzen sei schwierig und ermahnte die Gemeinden sich zeitig vorzubereiten. Die Einrichtung der Servicestellen, die verstärkten Lokalaugenscheine und die neuen Möglichkeiten für Bürger die eigenen Projekte in der zuständigen Kommission vorzustellen, wird die Gemeinden auch organisatorisch stark herausfordern. Er appellierte, für den Gemeinderat im Frühjahr zu kandidieren, und sich in der kommenden spannenden Amtszeit dieser ganz neuen Herausforderung zu stellen.
Bei der abschließenden Diskussion wurde offen der neue Ansatz kritisiert, dass unter bestimmten Voraussetzungen konventionierte Wohnungen als Ferienwohnungen vermietet werden können: Die Aufweichung und Durchlöcherung des Prinzips der Konventionierung könne unerwünschte Nebenerscheinungen haben – und ein Tor öffnen, das besser verschlossen bleiben sollte.
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