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Auwald Brixen: Lokalkompetenzen berücksichtigen
05.02.2020
Team K will den Auwald in der Brixner Industriezone retten. Leider ohne dabei die Kompetenzen der Stadtgemeinde Brixen zu berücksichtigen. „Das ist der falsche Weg“, sagt SVP-Fraktionsvorsitzender Gert Lanz. „Hier handelt es sich eindeutig um eine Gemeindeangelegenheit und erst in einem zweiten Moment ist – wenn überhaupt - die Intervention des Südtiroler Landtages gefragt“. Lanz stellte den Antrag um Aussetzung des Beschlussantrages, um die Diskussion vor Ort abzuwarten. Team K bestand auf Behandlung des Beschlussantrages, welcher folglich nicht genehmigt wurde.
 
„Jeder von uns will wertvollen Lebensraum erhalten, jeder von uns steht für Umweltschutz und spricht von Nachhaltigkeit. Doch Nachhaltigkeit muss als ganzheitlicher Ansatz betrachtet werden“, betont Gert Lanz. Hier gelte es, neben dem ökologischen Gesichtspunkt auch den ökonomischen, sozialen und ethisch kulturellen Aspekt zu berücksichtigen.
Die Firma Progress sei in besagtem Fall sehr um einen ökologischen Ausgleich bemüht. Geplant sei der Ankauf einer an das Biotop Millander Au angrenzende Landwirtschaftsfläche, die zu einem wertvollen Feuchtgebiet mit Wasserflächen, Sumpfflächen und Auwald renaturiert und als Biotop ausgewiesen werden sollte. „Wie wir wissen, laufen bereits konkrete Gespräche. Die Gemeinde Brixen ist dabei, alle Möglichkeiten abzuklären und wird anschließend eine Entscheidung treffen. Und so soll es auch sein. Wenn wir dann feststellen, dass beispielsweise wichtige Argumente oder Aspekte unberücksichtigt bleiben oder Interessensgruppen nicht einbezogen werden, dann ist der Moment gekommen, in dem wir einschreiten sollten – vorher nicht!“, sagt Lanz. Deshalb beantragte der SVP-Fraktionsvorsitzende auch die Aussetzung des Beschlussantrages, dem Team K nicht entgegenkam. Unverständlich für Lanz: Eine Partei, die ständig von Partizipation und Mitsprache redet, würde mit so einem Beschluss wichtige Kompetenzen der Lokalkörperschaften untergraben. „In unserem Sinne ist das nicht! Damit würden wir ein falsches Signal geben. Wir vertrauen auf unsere Gemeinden und sind für sie da, wenn sie uns brauchen“, sagt Lanz. Er ist sich sicher, dass die Gemeinde Brixen auch in dieser Angelegenheit eine gute und vertretbare Lösung finden wird.
 
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