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Arbeit 4.0: Höhere Löhne braucht das Land
24.10.2017
Laut aktuell veröffentlichten Studien des Arbeitsförderungsinstitutes (AFI) ist das Lohniveau in Südtirol im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten häufig zu gering. Die Unterschiede haben in den vergangenen Jahren zugenommen – wie sieht die Zukunft von Arbeit aus? Die ArbeitnehmerInnen und die JG Burggrafenamt wollen informieren. Südtirol ist ein reiches Land, die Wirtschaft boomt. Aber nicht alle profitieren davon. Vor allem ArbeitnehmerInnen der unteren Einkommensgruppen sind von diesem Kaufkraftverlust betroffen. Wie kommt das zustande? „Viele Kollektivverträge sind an die nationalen Verträge gebunden. Die Lebenshaushaltungskosten liegen in Südtirol aber rund 20 % über dem gesamtstaatlichen Niveau. Die effektive Bruttoentlohnung ist aber nur 6 bis 7 % höher als im restlichen Italien“, erklärt der SVP-Bezirksobmann des Burggrafenamtes Zeno Christanell. Gesteigert werde diese Diskrepanz noch durch eine aktuell deutlich höhere Inflationsrate. Auf viele Bereiche hat die lokale Politik kaum Einflussmöglichkeiten. So ist natürlich national die Politik gefragt, die übermäßigen Lohnnebenkosten zu senken und eine Antwort auf die offen gebliebene „Voucher-Alternative“ zu geben. Trotzdem kann auch das Land Südtirol etwas tun, um für eine gerechtere Kaufkraft zu sorgen. „Die Arbeitgeber sollten in die Pflicht genommen werden. So muss von der IRAP-Reduzierung aus den letzten Jahren nun nach der Wirtschaftskrise auch etwas bei den Arbeitnehmern angekommen“, unterstreichen die Burggräfler Arbeitnehmer-Vorsitzende Beatrix Burger und die stellvertretende JG-Landesvorsitzende Sonja Plank. Heute kann man objektiv sagen, dass die Wirtschaftskrise vorbei ist. Die Prognosen sind durchwegs positiv, die Wirtschaft wächst und das ist gut so. Davon müssen auch die ArbeitnehmerInnen profitieren. Die IRAP-Millionen sollten für neue Betriebsabkommen zur Verfügung stehen, durch welche die Einkommen für die unteren und mittleren Lohnsegmente deutlich erhöht werden. „In der aktuellen Haushaltsdiskussion sollte das Land auch weitere Maßnahmen überlegen, um eine spürbare Steigerung der Kaufkraft und damit für eine gerechtere Gesellschaft zu sorgen“, meinen Christanell, Burger und Plank und laden zu einem Informationsabend zum Thema „Arbeit 4.0 – Zukunft (ohne) Arbeit“ am Donnerstag, 26.10., ab 19.30 Uhr in den Löwenwirt nach Tscherms ein. Dort werden Stefan Perini, (Direktor des AFI), Stefan Luther (Amtsdirektor Arbeitsmarktbeobachtung) und Tony Tschenett (Vorsitzender des ASGB) zu diesem Thema diskutieren.
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