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SVP Burggrafenamt analysiert Landtagswahlen
12.11.2018
Bei der letzten Sitzung der Bezirksleitung nahm sich die SVP ausreichend Zeit, um den Ausgang der Landtagswahlen zu analysieren. Gleichzeitig richtet sie den Blick nach vorne und legt die Ziele für die kommende Legislatur fest.

Mit 41,7% der Stimmen musste die SVP einen Stimmenrückgang von 3,32% hinnehmen, was unter den Verlusten im Landesdurchschnitt liegt. „Die Bezirks-SVP konnte das Minimalziel erreichen und zwei Mandate halten. Wir gratulieren Arnold Schuler und Jasmin Ladurner zu ihrem Erfolg. Gleichzeitig müssen wir aber ganz klar feststellen, dass wir mit dem Ausgang insgesamt nicht zufrieden sein können. Wir hätten uns im neuen Landtag ein stärkeres Gewicht des Burggrafenamtes erhofft“, erklärt Bezirksobmann Zeno Christanell. Das wäre theoretisch auch möglich gewesen, da die SVP immerhin 21.941 Listenstimmen holen konnte. Im Burggrafenamt geben die SVP-Wähler aber nur 2,51 Vorzugsstimmen pro Wahlzettel ab, das ist der zweitschlechteste Wert hinter Bozen. „Das macht es den lokalen Kandidatinnen und Kandidaten schwieriger innerhalb der Liste viele Vorzugsstimmen zu sammeln“, zeigt Christanell die Konsequenz auf. „Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht möglich, nur mit den Stimmen aus dem eigenen Bezirk einen Sitz im Landtag zu erhalten“, bestätigt auch Bezirksobmann-Stellvertreter Martin Ganner. Zukünftig müsse auch darauf geachtet werden, dass das Kandidatenteam noch besser alle gesellschaftlichen Bereiche abdecke. „Hier ist das Aufstellungsverfahren der Partei zu überdenken“, regt Ganner an. Die SVP Bezirksleitung dankte allen Kandidaten und Kandidatinnen für ihren Einsatz und den Wählern für das Vertrauen: „Mit über 40% Zuspruch hat die SVP auch im Burggrafenamt ein eindeutiges Mandat zum Regieren erhalten.“ Aus diesem Grund ging man auch gleich ans Werk und formulierte das Programm für die nächsten fünf Jahre. In den Forderungen für das Regierungsprogramm sind wichtige Vorhaben im Bereich der Mobilität zu finden. So erwartet sich die Bezirks-SVP eine rasche Umsetzung des zweiten Bauloses der Nord-West-Umfahrung mit der Verlegung der Hochspannungsleitungen aus dem Meraner Becken, bei den Umfahrungen Rabland-Töll-Forst sowie Riffian-Kuens-Dorf Tirol eine zeitnahe Lösung und ebenso den zweispurigen Ausbau der Eisenbahn Bozen-Meran. Auch in den Bereichen Sport und Gesundheit soll in den kommenden fünf Jahren strukturell einiges weitergehen. So stehen etwa der Bau der Bezirksturnhalle und die Errichtung eines Wasserparcours auf dem Programm. Außerdem kann man sich die Errichtung des Landessportzentrums mit universitären Angeboten in Meran gut vorstellen. Darüber hinaus will man innovative Wohn- und Arbeitsmodelle im Kasernenareal von Meran ebenso in Angriff nehmen, wie die Realisierung von einer Pflegestruktur in Marling. Das komplette Bezirksprogramm wurde dem Landeshauptmann und dem Parteiobmann übermittelt.
Ebenso ausgiebig wurden die anstehenden Koalitionsgespräche diskutiert. „Wir stehen an einem Scheideweg. Die SVP muss sich gut überlegen, mit wem man in den kommenden Jahren zusammenarbeiten möchte und welche Signale hinsichtlich der eigenen Wertehaltung man damit setzt“, mahnte etwa Parteiobmann-Stellvertreter Karl Zeller mit Blick auf eine Zusammenarbeit mit der Lega. Man werde jetzt die Berichte in der Parteileitung über den Verlauf der Konsultationen abwarten und sich dann als Bezirk nochmals vertiefend äußern.
Die SVP-Bezirksleitung hat sich auch bei der Besetzung der Landesregierung festgelegt. „Arnold Schuler ist Drittgewählter auf der SVP-Liste und sollte somit unser starker Landesrat in der neuen Landesregierung bleiben“, stellt die SVP Burggrafenamt klar. Darüber hinaus hätte auch Jasmin Ladurner ein gutes Resultat errungen. „Jasmin Ladurner hat ihre Bereitschaft erklärt, Verantwortung zu übernehmen. Sollte die Landesregierung erweitert werden, wäre die Nominierung einer jungen Kandidatin ein klares Zeichen der Erneuerung“, unterstreicht die SVP Bezirksleitung.
 
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