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SVP-ArbeitnehmerInnen fordern bei Stellenbesetzung Wettbewerbe
SVP-ArbeitnehmerInnen | 18.04.2018
Die ArbeitnehmerInnen in der SVP des Bezirkes Bozen Stadt und Land kritisieren die direkten Berufungen der Primare im Südtiroler Sanitätsbetrieb. Die Spielregeln sind für alle gleich und Wettbewerbe sind in allen öffentlichen Betrieben abzuhalten, weil sonst die Transparenz nicht mehr gegeben ist. „Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass im Sanitätsbetrieb immer mehr Primariate ohne Wettbewerbe und mit direkter Berufung besetzt werden, beispielsweise HNO Bozen, Neuroradiologie Bozen-Trient, Onkologie Bozen, Zentrallabor Bozen und demnächst auch die Innere Medizin Bozen. Diese Vorgehensweise ist untransparent, birgt die Gefahr der Korruption und ist in diesem Ausmaß im Rest Italiens verboten“, kritisiert der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen Helmuth Renzl. Die Besetzung dieser Positionen obliegt in Südtirol dem Ermessen einer einzelnen Person, nämlich dem des Generaldirektors. Bedauerlicherweise sind die berufenen Personen meistens auch nicht zweisprachig, sodass es durch sprachliche Barrieren und Fehlinterpretationen, zum Beispiel von Befunden, zu schwerwiegenden Missverständnissen kommen kann. Die – gerade von der SVP – viel beschworene Zweisprachigkeit wird mit Füßen getreten und als billiger Aufhänger für gezielte Handlungen verwendet. Die in Österreich und Deutschland sehr gut ausgebildeten Südtiroler Fachärzte werden nicht in gleicher Weise mit attraktiven Angeboten angeworben. Deshalb können sie ihr Wissen und ihre Erfahrung nicht mit nach Hause nehmen, obwohl sie eigentlich der Zweisprachigkeit nachkommen würden. „Wenn wir wie schon immer in der Politik von der Heimholung der klugen Köpfe reden, sollten direkte Berufungen nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen, bei denen nach Ausschreibung und Wettbewerb keine geeigneten Kandidaten gefunden wurden. Wenn eine Berufung in diesem Sinne stattfindet, sollten jedenfalls diese Kandidaten innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise innerhalb eines Jahres, zur Absolvierung der Zweisprachigkeitsprüfung vertraglich verpflichtet werden“, fordert der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen Helmuth Renzler im Namen des Bezirkssozialausschusses Bozen Stadt und Land.
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