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Soziale Landwirtschaft: Erstes Ziel erreicht
14.06.2018
Südtirol hat ein Gesetz zur Sozialen Landwirtschaft. Maria Hochgruber Kuenzer: „Es ist der Grundstein gelegt, dass es für die Bevölkerung des Landes neue soziale Angebote geben kann.“ Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen und Personen, die vorübergehend eine Ortientierungshilfe brauchen, können in Zukunft neue Möglichkeiten in Anspruch nehmen, die Bäuerinnen und Bauern am Hof anbieten werden. Vorausgesetzt ist deren soziales Engagement und Know-how.

„Ich bedanke mich für die regen Diskussionen unter den Abgeordneten aller Fraktionen,“ sagt die Landtagsabgeordnete, „insbesonders aber bedanke ich mich bei der Arbeitsgruppe und beim Kollegen und Landesrat Arnold Schuler.“ Maria Hochgruber Kuenzer war mit der Leitung der Arbeitsgruppe beauftragt worden, die seit zwei Jahren das Gesetz ausformuliert hat: Dr. Anna Tezzele vom Ressort Landwirtschaft, Dr. Martin Pazeller, Abteilungsdirektor der Landwirtschaft, Dr. Luca Critelli, Direktor der Abteilung Soziales, Susanne Elsen, Professorin der Bildungswissenschaften Brixen, Juliane Gasser, Direktorin der Fachschulen Salern&Dietenheim, Verena Niederkofler, Geschäftsführerin der Bäuerinnenorganisation, Walter Rier und Hans Josef Kienzl vom Bauernbund und Verena Gramm und Christian Hoffmann von der Eurac  trafen sich zwei Jahre lang, um den neuen Ansatz auszuarbeiten, der durch das Europäische Programm Green Care und das italienische Gesetz Agricoltura sociale 2015 (Nr. 141) möglich geworden ist.

„Für Südtirol gilt es nun, den Fachbeirat zu ernennen, der die Ausbildungen in den einzelnen Bereichen  festlegt,“ so Hochgruber Kuenzer. Das ist die Voraussetzungen dafür, damit die Durchführungsbestimmungen für das Gesetz Soziale Landwirtschaft gemacht werden können. „Ich kann allen ihre Sorgen nehmen: Die Ausbildungen werden von guter Qualität sein, denn niemandem wäre geholfen, wenn das Angebot am Bauernhof nicht angemessen wäre,“ beruhigt die Landtagsabgeordnete die zuletzt hörbaren kritischen Stimmen. Hochgruber Kuenzer kennt als Gründerin und Präsidentin der Sozialgenossenschaft Mit Bäuerinnen lernen wachsen leben die Tätigkeiten von Tagesmüttern und Seniorenbetreuerinnen am Hof von der Pieke auf: „Auch alle anderen Bereichen sollen dasselbe Betreuungsniveau erreichen wie die Tagesmütter und die Seniorenbetreuung. Dafür werden vom Fachbeirat ExpertInnen zur Beratung in den einzelnen Bereichen hinzugezogen,“ versichert die Abgeordnete. Im Bereich Arbeitsintegration, für den es bisher noch gar keine eigene Ausbildung gibt, „werden wir eine eigene entwickeln.“ Alle Ausbildungen können in Zukunft von den Fachschulen für Land- und Hauswirtschaft in ganz Südtirol angeboten werden.

Durch das Gesetz wird die Bildung neuer Sozialgenossenschaften angeregt, die zusammen mit landwirtschaftlichen Betrieben soziale Angebote an die vom Gesetz angesprochenen Zielgruppen einrichten können. „Aber auch bestehende Sozialunternehmen können Kooperationen mit Bäuerinnen und Bauern eingehen.“
„Ich freu mich auf die Vorbereitungen zur Umsetzung des Gesetzes, denn es gelingt uns damit, das soziale Angebot für die gesamte Südtiroler Bevölkerungen um wichtige zusätzliche Facetten zu erweitern: Dank jener Bäuerinnen und Bauern, die auf ihrem Hof soziales Engagement und Fachwissen einrichten werden.“
 
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