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"Sea Watch"-Diskussion hat schlimmste sexistische Instinkte freigesetzt!
04.07.2019
Unabhängig von der Bewertung der Ereignisse rund um die ‚Sea Watch’ sollten wir uns zumindest in einem Punkt einig sein: Jede Form von Gewalt an Frauen ist auf das Schärfste zu verurteilen“, bekräftigen die Parlamentarierinnen der Region Trentino-Südtirol Julia Unterberger, Donatella Conzatti, Elena Testor, Maria Elena Boschi, Renate Gebhard und Emanuela Rossini in einer Aussendung.

„Opfer der jüngsten Angriffe war vor allem Carola Rackete, die Kapitänin des Rettungsschiffes. Sie ist mit sexistischen Beleidigungen, bis hin zur Aufforderung zur Gruppenvergewaltigung, regelrecht überschüttet worden", sagen die Parlamentarierinnen. "Aber auch die Sängerin Emma Marrone, deren einziges Vergehen es ist ihre Solidarität gegenüber den Flüchtlingen ausgedrückt zu haben und Giorgia Meloni, Vorsitzende von ‚Fratelli d’Italia’, die eine Gegenposition zum Verhalten der Nichtregierungsorganisation eingenommen hat, sowie die Richterin Alessandra Vella, die die Festnahme nicht bestätigt hat, haben die gleiche Behandlung erfahren.“

„Es ist bedenklich, wenn Frauen, die in der Öffentlichkeit agieren als Huren und Freiwild für eine Vergewaltigung bezeichnet werden. Denn keine politische Auseinandersetzung darf auf diese Weise entarten – auch wenn sie noch so hart geführt wird", betonen die Parlamentarierinnen.

„Frauenfeindlichkeit und Aufruf zu Gewalt gegenüber Frauen, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, wird zu einem immer größeren Problem“, unterstreichen die Parlamentarierinnen. Die öffentliche Diskussion werde regelrecht vergiftet: „Es wird versucht Frauen einzuschüchtern und die Rolle, welche sie im öffentlichen Leben einnehmen zu diskreditieren.“

„Daher ist es – bei aller Vielfalt der Meinungen – wichtig, niemals die Solidaritätsbekundung gegenüber Frauen zu vergessen, die solchen Angriffen ausgesetzt sind. Ebenso braucht es aber auch eine gesetzliche Handhabe, um die Verantwortlichen ob ihrer Aktivitäten in den sozialen Netzwerken belangen zu können.“

Die Parlamentarierinnen fordern „null Toleranz“: „Frauenfeindlichkeit und Gewalt gegen Frauen in sozialen Netzwerken sind der kulturelle Nährboden für physische Gewalttätigkeiten und Frauenmorde.“ Jeder Mensch sei für seine Äußerungen verantwortlich und müsse für sein Verhalten die Konsequenzen tragen, auch vor Gericht. „Gewisse Aussagen sind einfach nicht tolerierbar; in diesen Fällen muss entschieden eingegriffen werden.“
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