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„Grausame Praktiken an Ferkeln und Küken stoppen!“
20.05.2021
„Italien sollte im Tierschutz einen Schritt nach vorne machen. Und dem Beispiel von Frankreich und Deutschland folgen, wo nach alternativen Wegen gesucht wird, um grausamen Praktiken wie dem Schreddern von männlichen Küken oder dem Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung ein Ende zu setzen.“ Dies betonte SVP-Senatorin Julia Unterberger heute bei der Fragestunde mit Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli.

„Derzeit wird sehr viel darüber gesprochen, dass auch den Tieren respektvoll begegnet werden müsse. Auch über die Aufnahme des Tierschutzes in die Grundprinzipien der italienischen Verfassung wird in der zuständigen Kommission im Senat diskutiert.“
„Dies alles ist von großer Bedeutung: Vor allem wenn man bedenkt, dass Tiere im italienischen Rechtssystem immer noch zu den Sachen zählen. Anders als in der EU-Gesetzgebung, die sie als fühlende Wesen anerkennt.“

„Auch deshalb verfolgen Frankreich und Deutschland eine gemeinsame Politik, die das Schreddern von lebenden männlichen Küken und das Kastrieren von Ferkeln ohne eine Betäubung verbieten soll.“

„Beide Länder haben sich gemeinsam verpflichtet, im Zweijahreszeitraum 2020-2021 einen Aktionsplan zu entwickeln, damit diese Praktiken überwunden und alternative Wege gefunden werden.“

„Bei den Küken wird vor allem nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gesucht, die eine frühzeitige Bestimmung des Geschlechts „in ovo“, also im Brutei vor dem Schlüpfen, ermöglichen. Bei den Schweinen wird über eine verpflichtende Betäubung während der Kastration nachgedacht, ebenso über ein darauffolgendes Verwenden von Analgetika zur Schmerzreduzierung.“

„Die Landwirtschaftsminister der beiden Länder haben die EU-Kommission aufgefordert, diesen Ansatz zu unterstützen. Und sie appellieren auch an die anderen EU-Mitgliedstaaten, sich an der Initiative zu beteiligen.“

„Auch Italien sollte sich dieser Politik anschließen: Dies wäre wirklich ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu mehr Schutz und Achtung jener Tiere, die heute unvorstellbarem Leid ausgesetzt werden.“
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