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Gesundheitswesen in Südtirol – Herausforderungen und Perspektiven mit Gesundheitslandesrat Hubert Messner
SVP Senioren | 03.03.2026
Informations- und Diskussionsveranstaltung der Generation 60+
Gesundheitswesen in Südtirol – Herausforderungen und Perspektiven mit Gesundheitslandesrat Hubert Messner
 
Das Gesundheitswesen in Südtirol steht vor großen Herausforderungen, bietet zugleich jedoch bedeutende Chancen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Vor diesem Hintergrund organisierte die Generation 60+ des Bezirks Bozen Stadt und Land in der SVP-Zentrale eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
 
In ihrer Begrüßung betonte Bezirksvorsitzende Annemarie Nagler Marchetti die gesellschaftliche Verantwortung älterer Generationen: „Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen ist es wichtig, dass die Stimme der älteren Bevölkerung gehört wird und ihre Erfahrungen aktiv in politische Entscheidungsprozesse einfließen. Die Generation 60+ möchte weiterhin diesen Dialog mitgestalten und Verantwortung für die Zukunft unseres Landes übernehmen.“
 
Otto von Dellemann, SVP-Landesvorsitzender der Generation 60+, ging in seinem Beitrag auf die zentralen politischen Herausforderungen der Seniorenpolitik ein. Eine starke und aktive Seniorenpolitik sei heute unverzichtbar und umfasse zahlreiche Bereiche – von politischer Vertretung, Pflege, Pflegesicherung und Gesundheit über den Kampf gegen Diskriminierung bis hin zu Mobilität, gesellschaftlicher Teilhabe im Alter und der Bekämpfung von Altersarmut. Gleichzeitig dürfe der große Wissens- und Erfahrungsschatz der älteren Generation nicht ungenutzt bleiben, sondern müsse stärker in Gesellschaft und Politik eingebunden werden.  Zudem er die rasche Einsetzung einer unabhängigen Seniorenanwaltschaft. „Wir werden weiter dafür kämpfen“, betonte von Dellemann. Gefordert wird eine allumfassende, selbständige und weisungsfreie Seniorenanwaltschaft nach dem Vorbild der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Diese soll mit klar definierten Kompetenzen ausgestattet sein, unabhängig agieren und als zentrale Anlaufstelle für die Rechte, Anliegen und Probleme älterer Menschen – insbesondere in Pflege-, Betreuungs- und Behördenfragen – dienen.
 
Gesundheitslandesrat Hubert Messner referierte anschließend zum Thema „Gesundheitswesen in Südtirol – Herausforderungen und Perspektiven“. 
Das Südtiroler Gesundheitswesen befindet sich im Jahr 2026 an einem Wendepunkt. Strukturelle Reformen, der digitale Wandel, eine stärkere Ausrichtung auf Prävention, der Abbau von Wartezeiten sowie der Ausbau der neuen Einrichtungen zur Stärkung der wohnortnahen Versorgung sind aktuell die wichtigsten Prioritäten. Insgesamt sind dabei in Südtirol zwölf Gemeinschaftshäuser vorgesehen, die als eine Art ausgebaute Sprengel wichtige Anlaufstellen für dringende, aber nicht-lebensbedrohliche Gesundheitsanliegen auf allen Ebenen sein sollen. Die Betreuung von Menschen mit chronischen Krankheiten – und das sind in Südtirol ca. ein Drittel der gesamten Bevölkerung, bei den Über-65-Jährigen sogar drei Viertel – soll künftig in den Gemeinschaftshäusern und gemäß den entsprechenden Betreuungspfade erfolgen, auch was die fachärztlichen Visiten und Leistungen betrifft. Dank dieser Verlegung ins Territorium kann die Betreuung angemessener und niederschwelliger gestaltet und qualitativ verbessert werden, die Personen ersparen sich außerdem den Gang ins Krankenhaus.
 
In seinen Abschlussworten unterstrich Eduard Profanter, Stellvertreter der Bezirksvorsitzenden, die Bedeutung eines offenen und kontinuierlichen Dialogs zwischen Politik und Bevölkerung. Die Veranstaltung habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig Information, Austausch und Mitgestaltung für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Südtirol seien.