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Gebhard: „Wer Femizide leugnet, verschließt die Augen vor der Realität“
SVP Frauen |
15.06.2026
2026-06-15
Gebhard: „Wer Femizide leugnet, verschließt die Augen vor der Realität“
Die neue rechtsextreme Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) des pensionierten Heeresgenerals Roberto Vannacci hat am Wochenende in Rom ihren Gründungsparteitag abgehalten. Der aus der Lega ausgetretene Europaabgeordnete legte dabei die politischen Leitlinien seiner neuen Bewegung dar und sorgte unter anderem mit der Aussage „Den Femizid gibt es nicht!“ für Aufsehen. Die SVP-Kammerabgeordnete und Vorsitzende der SVP-Frauen Renate Gebhard kritisiert diese Aussage scharf: „Zu behaupten, Femizide würden nicht existieren, ist nicht nur falsch, sondern ein Schlag ins Gesicht all jener Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind – und ihrer Familien. Solche Aussagen sind nichts anderes als mieser und gefährlicher Populismus auf dem Rücken der Betroffenen!“
Der Begriff Femizid bedeute nicht, dass ein Menschenleben mehr wert sei als ein anderes oder ein Mord weniger schwer wiege. „Genau diese Behauptung ist eine bewusste Verdrehung der Debatte. Jeder Mord ist eine Tragödie und jedes Opfer verdient Schutz und Gerechtigkeit. Beim Femizid geht es aber darum, den spezifischen Hintergrund einer Tat sichtbar zu machen: Frauen werden nicht selten getötet, weil sie Frauen sind – weil Täter glauben, Kontrolle über sie ausüben zu dürfen, weil sie eine Trennung nicht akzeptieren, weil sie Frauen als Besitz betrachten oder ihnen ihre Selbstbestimmung absprechen“, stellt Gebhard klar. Die Kammerabgeordnete ist Mitglied der interparlamentarischen Kommission zur Bekämpfung von Femiziden.
Gerade deshalb sei es wichtig, diese Formen von Gewalt auch klar zu benennen. „Wenn wir einem Problem keinen Namen geben, verschwindet es nicht. Im Gegenteil: Wir nehmen uns selbst die Möglichkeit, Ursachen zu erkennen und gezielt dagegen vorzugehen“, so die Vorsitzende der SVP-Frauen.
Gewalt gegen Frauen sei weder ein ideologisches Konstrukt noch eine Erfindung einer politischen Richtung. „Es sind reale Geschichten, reale Schicksale und reale Familien, die betroffen sind. Hinter jeder Statistik steht eine Frau, deren Leben ausgelöscht wurde. Hinter jedem Fall stehen Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen verändert“, betont Gebhard.
Besonders problematisch sei, dass solche Aussagen von politischen Verantwortungsträgern getroffen werden. „Politik hat die Aufgabe, gesellschaftliche Herausforderungen ernst zu nehmen und Lösungen zu suchen. Wer hingegen bewusst provoziert und Leid relativiert, trägt zu einer Verrohung der Debatte bei.“
Gleichstellung bedeute nicht, Unterschiede und bestehende Probleme unsichtbar zu machen. „Echte Gleichstellung heißt, genau hinzusehen: Wo entstehen Gewalt, Abhängigkeiten und Machtmissbrauch? Wo müssen wir Prävention, Schutzmaßnahmen und Unterstützung ausbauen? Frauenrechte und der Kampf gegen Gewalt sind keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Menschenwürde.“
Die SVP-Frauen würden sich deshalb weiterhin konsequent für Sensibilisierung, Prävention und konkrete Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen einsetzen. „Unsere Antwort auf solche Aussagen muss sein, noch klarer Haltung zu zeigen und noch genauer hinzusehen. Frauen müssen darauf vertrauen können, dass Politik Gewalt ernst nimmt, Betroffene schützt und Probleme nicht aus ideologischen Gründen kleinredet – unabhängig davon, ob solche Relativierungen von links, aus der Mitte, von rechts oder – wie in diesem Fall – von ganz rechts kommen“, unterstreicht Gebhard abschließend.
Bozen, am 15.06. 2026
Die neue rechtsextreme Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) des pensionierten Heeresgenerals Roberto Vannacci hat am Wochenende in Rom ihren Gründungsparteitag abgehalten. Der aus der Lega ausgetretene Europaabgeordnete legte dabei die politischen Leitlinien seiner neuen Bewegung dar und sorgte unter anderem mit der Aussage „Den Femizid gibt es nicht!“ für Aufsehen. Die SVP-Kammerabgeordnete und Vorsitzende der SVP-Frauen Renate Gebhard kritisiert diese Aussage scharf: „Zu behaupten, Femizide würden nicht existieren, ist nicht nur falsch, sondern ein Schlag ins Gesicht all jener Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind – und ihrer Familien. Solche Aussagen sind nichts anderes als mieser und gefährlicher Populismus auf dem Rücken der Betroffenen!“
Der Begriff Femizid bedeute nicht, dass ein Menschenleben mehr wert sei als ein anderes oder ein Mord weniger schwer wiege. „Genau diese Behauptung ist eine bewusste Verdrehung der Debatte. Jeder Mord ist eine Tragödie und jedes Opfer verdient Schutz und Gerechtigkeit. Beim Femizid geht es aber darum, den spezifischen Hintergrund einer Tat sichtbar zu machen: Frauen werden nicht selten getötet, weil sie Frauen sind – weil Täter glauben, Kontrolle über sie ausüben zu dürfen, weil sie eine Trennung nicht akzeptieren, weil sie Frauen als Besitz betrachten oder ihnen ihre Selbstbestimmung absprechen“, stellt Gebhard klar. Die Kammerabgeordnete ist Mitglied der interparlamentarischen Kommission zur Bekämpfung von Femiziden.
Gerade deshalb sei es wichtig, diese Formen von Gewalt auch klar zu benennen. „Wenn wir einem Problem keinen Namen geben, verschwindet es nicht. Im Gegenteil: Wir nehmen uns selbst die Möglichkeit, Ursachen zu erkennen und gezielt dagegen vorzugehen“, so die Vorsitzende der SVP-Frauen.
Gewalt gegen Frauen sei weder ein ideologisches Konstrukt noch eine Erfindung einer politischen Richtung. „Es sind reale Geschichten, reale Schicksale und reale Familien, die betroffen sind. Hinter jeder Statistik steht eine Frau, deren Leben ausgelöscht wurde. Hinter jedem Fall stehen Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen verändert“, betont Gebhard.
Besonders problematisch sei, dass solche Aussagen von politischen Verantwortungsträgern getroffen werden. „Politik hat die Aufgabe, gesellschaftliche Herausforderungen ernst zu nehmen und Lösungen zu suchen. Wer hingegen bewusst provoziert und Leid relativiert, trägt zu einer Verrohung der Debatte bei.“
Gleichstellung bedeute nicht, Unterschiede und bestehende Probleme unsichtbar zu machen. „Echte Gleichstellung heißt, genau hinzusehen: Wo entstehen Gewalt, Abhängigkeiten und Machtmissbrauch? Wo müssen wir Prävention, Schutzmaßnahmen und Unterstützung ausbauen? Frauenrechte und der Kampf gegen Gewalt sind keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Menschenwürde.“
Die SVP-Frauen würden sich deshalb weiterhin konsequent für Sensibilisierung, Prävention und konkrete Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen einsetzen. „Unsere Antwort auf solche Aussagen muss sein, noch klarer Haltung zu zeigen und noch genauer hinzusehen. Frauen müssen darauf vertrauen können, dass Politik Gewalt ernst nimmt, Betroffene schützt und Probleme nicht aus ideologischen Gründen kleinredet – unabhängig davon, ob solche Relativierungen von links, aus der Mitte, von rechts oder – wie in diesem Fall – von ganz rechts kommen“, unterstreicht Gebhard abschließend.
Bozen, am 15.06. 2026
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