Mit einer Landtagsanfrage macht SVP-Abgeordnete Waltraud Deeg auf den weiterhin großen Bedarf an Wohnplätzen und geschützten Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung im Pustertal und insbesondere im Tauferer Ahrntal aufmerksam. Im ursprünglichen Projekt der „Posthäuser“ in Sand in Taufers war vorgesehen, genau diese dringend benötigten Angebote gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft zu schaffen. Nachdem dieses Vorhaben nicht weiterverfolgt wird, braucht es nun rasch konkrete Alternativen.
Besonders dringend sind neue Räumlichkeiten für die geschützten Werkstätten, die derzeit in Mühlen in Taufers nur unzureichend untergebracht sind, sowie zusätzliche Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung im Tauferer Ahrntal. Laut Antwort von Landesrätin Rosmarie Pamer kann die „Doktorvilla“ aufgrund des Denkmalschutzes nicht für diesen Zweck genutzt werden und es wird nach Alternativen gesucht.
„Es ist wichtig, dass wir jetzt zügig zu konkreten Lösungen kommen", so Deeg. Der Bedarf an Wohnplätzen und Werkstätten im Tauferer-Ahrntal ist unbestritten und war bereits im ursprünglichen Projekt der Posthäuser berücksichtigt. Die gelungene Unterbringung von sozialen Einrichtungen auch in Kombination von denkmalgeschütztem Bestand und Neubau zeigt sich beispielsweise an Projekten wie das Seniorenwohnheim in Mühlbach oder dem Seniorenwohnheim Schloss Moos in Wiesen/Pfitsch.
Als mögliche Alternative wird derzeit unter anderem das Pfarrheim in Sand in Taufers geprüft. Eine konkrete Planung oder ein Zeitplan liegen allerdings noch nicht vor. Angesichts der langen Vorlaufzeiten bei solchen Projekten sei es entscheidend, die nächsten Schritte möglichst rasch festzulegen.
"Das Sozialzentrum in Toblach, das in der letzten Legislatur konkret auf den Weg gebracht wurde, war ein wichtiger Schritt für das obere Pustertal. Nun braucht es ein solches Sozialzentrum auch im Großraum Sand in Taufers und im Ahrntal.
„Die Betroffenen und ihre Familien brauchen Planungssicherheit und ein wohnortnahes Angebot. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam daran arbeiten, den bestehenden Bedarf rasch zu decken“, so Deeg.
