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Konkrete Ausbildungsoffensive gegen den Pflegenotstand
11.05.2021

Der Pflegenotstand verlangt auch in Südtirol dringende Maßnahmen. Landtagsabgeordnete und Arbeitnehmerchefin Magdalena Amhof reicht am Tag der Pflege (12.05.21) einen Beschlussantrag ein, der sich mit konkreten Vorschlägen an die Landesregierung richtet. Sie setzt unter anderem auf die Förderung von Wiedereinstiegen und Umschulungen: „Jede und jeder, die/der eine Ausbildung in diesem Bereich absolvieren möchte, muss die Möglichkeit dazu erhalten“, betont Amhof.

Bis zum Jahre 2040 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen im Vergleich zu heute verdoppeln. Immer mehr Menschen brauchen die Unterstützung von ausgebildeten Pflegekräften – immer mehr Pflegebedürftige werden von immer weniger Pflegerinnen und Pflegern betreut werden. Dieses Ungleichgewicht hat sich seit der Corona Pandemie erheblich verschärft. Amhof fordert in einem Beschlussantrag eine konkrete Ausbildungsoffensive.

Klare Übersicht über Ausbildungsmöglichkeiten im Betreuungs- und Pflegebereich

Das Berufsbild der Pflege muss als krisensicher, zukunftsträchtig und finanziell interessant vermittelt werden. „Die Südtirolerinnen und Südtiroler müssen über alle verfügbaren Kanäle über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Betreuung und Pflege informiert werden – am besten über eine einheitliche Plattform“, so Amhof. Dabei soll besonderes Augenmerk auf Wiedereinsteiger und Umschulungswillige gelegt werden. „Hier liegt hohes Potential“, ist sich Amhof sicher und rät daher zu gezielten Ausbildungs- und Umschulungsangeboten.

BotschafterInnen für die Betreuungs- und Pflegeberufe in Südtirols Schulen

Mitarbeitende der Dienste und Auszubildende aus Landesfachschulen und Universität sollen als BotschafterInnen für die Betreuungs- und Pflegeberufe im Rahmen der Berufsberatung in Südtirols Schulen eingeladen werden. Zugleich sollen diesen Frauen und Männern interessante Ausbildungs- und Austauschprogramme wie beispielsweise „Erasmus +“ angeboten werden. „Wir müssen die Ausbildungsalternativen vielfältiger und attraktiver gestalten. Dann werden Sensibilisierung erreicht und Interesse geweckt“, so die Landtagsabgeordnete.

 

Volontariat wertschätzen und Praktika entgelten

 

Die Freiwilligenarbeit ist gerade im Betreuungs- und Pflegebereich überaus wertvoll und müsse entsprechend ausgebaut werden, betont Amhof. Ebenso müsse dafür Sorge getragen werden, dass bisher unbezahlte Praktika entgolten werden.

Grundsätzlich müsse dem Betreuungs- und Pflegeberuf gebührende Wertschätzung entgegengebracht werden. Amhof: „Als PolitikerInnen haben wir die Aufgabe zu vermitteln und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Beteiligten optimal kooperieren können, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, nämlich, viel mehr Menschen für die Betreuung und Pflege zu gewinnen.“

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