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Alfreider zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar Unsere Sprache ist unsere Seele
SVP LADINA | 20.02.2026
SVP-Ladina: Alfreider zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar

Unsere Sprache ist unsere Seele

Die ladinische Sprache ist weit mehr als nur ein Verständigungsinstrument – sie ist Ausdruck unserer Identität, Trägerin unserer Geschichte und Herzstück der ladinischen Kultur. Sie lebt dort, wo sie gesprochen, gehört und weitergegeben wird – im Alltag, in den Familien, in den Schulen und in den Vereinen. Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache am 21. Februar erinnert Kulturlandesrat Daniel Alfreider daran, wie unverzichtbar die Muttersprache für eine lebendige Minderheitenkultur ist: „In unserer Sprache spiegeln sich Herkunft, Heimat und das, was uns als Gemeinschaft ausmacht.“

Gerade in Südtirol, wo mehrere Sprachen aufeinandertreffen, ist die bewusste Pflege der eigenen Muttersprache ein Akt der Verantwortung. Der von den Vereinten Nationen auf Initiative der UNESCO ausgerufene Internationale Tag der Muttersprache lädt dazu ein, innezuhalten und sich den unschätzbaren Wert der sprachlichen Vielfalt vor Augen zu führen.

Für Minderheiten ist die Sprache der Schlüssel zur Zukunft, betont Alfreider: „Wer seine Sprache verliert, verliert einen Teil seiner selbst. Sprache verbindet Generationen, bewahrt Erinnerungen und macht Kultur lebendig.“

Die ladinische Gemeinschaft steht dabei nicht nur in Südtirol auf einem starken Fundament, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus – in Fodom (Buchenstein), Ampezzo und im Fassatal. Gemeinsame Geschichte, kultureller Austausch und institutionelle Zusammenarbeit stärken den Zusammenhalt im gesamten ladinischen Raum.

In Südtirol tragen eine eigene ladinische Bildungs- und Kulturdirektion sowie zahlreiche Einrichtungen mit großem Engagement zur Pflege und Weiterentwicklung von Sprache und Kultur bei. Dazu zählen unter anderem das Museum Ladin Ciastel de Tor, das Museum Gherdëina sowie das Istitut Ladin Micurà de Rü. Sie leisten wertvolle Arbeit in der Erforschung, Vermittlung und dauerhaften Sicherung des ladinischen Erbes.

Der Schutz der sprachlichen und kulturellen Minderheiten ist ein zentrales Anliegen der Südtiroler Volkspartei und im Grundsatzprogramm klar verankert. Das Autonomiestatut bietet dafür den rechtlichen Rahmen.

Als Vorsitzender der SVP Ladina unterstreicht Daniel Alfreider abschließend: „Unsere Aufgabe ist es, die Liebe zur ladinischen Sprache weiterzugeben – an unsere Kinder und Jugendlichen. Nur wenn wir sie selbst mit Stolz sprechen und leben, wird sie auch in Zukunft Bestand haben. Gleichzeitig ist Mehrsprachigkeit eine große Stärke, die wir gezielt fördern – insbesondere in den ladinischen Kindergärten und Schulen mit ihrem bewährten paritätischen Modell.