Html.Raw(tbTexte.getText(171,1))
Wohlstand verpflichtet: Kinderarmut und Altersarmut dürfen in Südtirol keinen Platz haben
16.10.2026
Zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober fordert SVP-Landtagsabgeordnete Waltraud Deeg wirksame Maßnahmen gegen soziale Ausgrenzung. Besonders Kinder, ältere Menschen und Familien müssen besser geschützt werden.

Südtirol ist ein wirtschaftlich starkes Land mit einem hohen Lebensstandard. Dennoch gibt es Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, die sich vieles nicht leisten können, und ältere Menschen, die trotz eines langen Arbeitslebens mit einer niedrigen Rente auskommen müssen. 

„Der Wohlstand eines Landes zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern vor allem darin, wie wir mit jenen umgehen, die am Wohlstand nicht teilhaben." betont Deeg anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut.

Kinderarmut: Faire Chancen für jedes Kind
Besonders besorgniserregend ist die Kinderarmut. Kinder tragen keine Verantwortung für die finanzielle Situation ihrer Familie. Dennoch sind sie die Leidtragenden, wenn Eltern trotz Arbeit das Wohnen und Leben nicht ausreichend finanzieren können. Damit werden nicht nur ihre Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt, sondern auch ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe.
„Es darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, welche Chancen ein Kind im Leben bekommt. Wir müssen sicherstellen, dass jedes Kind seine Talente entfalten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann“, unterstreicht Deeg.

Dafür braucht es leistbare Bildungs- und Freizeitangebote sowie wirksame Hilfen für Familien in schwierigen Lebenssituationen. Deeg: „Nur wenn wir frühzeitig handeln, können wir verhindern, dass sich soziale Ungleichheit über Generationen hinweg fortsetzt.“

Altersarmut: Ein Leben voller Leistung muss Sicherheit bieten
Auch die Altersarmut verlangt besondere Aufmerksamkeit. Vor allem Frauen sind gefährdet, weil sie häufig unbezahlte Betreuungs- und Pflegearbeit leisten oder ihre Erwerbstätigkeit zugunsten der Familie unterbrechen. Das wirkt sich später auf ihre Rentenansprüche aus. Steigende Wohn- und Energiekosten verschärfen die Situation zusätzlich.
„Niemand sollte nach einem arbeitsreichen Leben Angst haben müssen, sich die notwendigen Dinge des Alltags nicht mehr leisten zu können. Gerade ältere Menschen mit niedrigen Renten brauchen Sicherheit und Unterstützung, damit sie ihren Lebensabend in Würde verbringen können“, erklärt Deeg.
Strukturelle Lösungen und rasche Hilfe im kommenden Winter
Armutsbekämpfung braucht langfristige Antworten. Dazu gehören wirksame soziale Unterstützungsleistungen, leistbares Wohnen, gezielte Familienförderung und eine gerechtere Verteilung des Wohlstands. Entscheidend ist, dass die Hilfen tatsächlich jene erreichen, die sie benötigen.

Mit Blick auf den bevorstehenden Winter kommt eine besondere Herausforderung hinzu: Die internationalen Krisen und Konflikte treiben die Kosten für Energie, Heizen und Wohnen weiter nach oben. Diese Entwicklung trifft Menschen mit niedrigen Einkommen besonders hart. Doch auch Familien, Normalverdiener und der Mittelstand geraten zunehmend unter Druck, wenn immer weniger vom monatlichen Einkommen übrigbleibt.

Neben den strukturellen Maßnahmen braucht es deshalb ein außerordentliches Entlastungspaket für den kommenden Winter. Ältere Menschen müssen sich das Heizen ihrer Wohnungen leisten können. Gleichzeitig gilt es, Familien und armutsgefährdete Menschen vor zusätzlicher finanzieller Überlastung zu schützen.

„Wir dürfen die Menschen in diesem Winter nicht alleinlassen. Wenn die Kosten für Wohnen, Heizen und den täglichen Bedarf weiter steigen, braucht es rasche und gezielte Unterstützung. Niemand sollte aus finanziellen Gründen frieren oder auf das Notwendigste verzichten müssen. Und vor allem dürfen nicht wieder die Kinder die Leidtragenden der hohen Kosten sein“, fordert Deeg.
Für die Landtagsabgeordnete ist klar: Eine solidarische Gesellschaft muss soziale Ungleichheit langfristig bekämpfen und in außergewöhnlichen Situationen rasch handeln. Wohlstand verpflichtet – gerade in schwierigen Zeiten muss sich zeigen, dass niemand vergessen wird.