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Locher fordert mit Beschlussantrag klare Entscheidung zum Hörtenbergtunnel
06.07.2026
Der Hörtenbergtunnel gilt als eines der wichtigsten Verkehrs- und Infrastrukturprojekte für die Landeshauptstadt Bozen. Trotz jahrzehntelanger Diskussionen und intensiver Planungsarbeiten ist ein Baubeginn aber weiterhin nicht in Sicht. Angesichts der zunehmenden Verkehrsbelastung hat der SVP-Abgeordnete Franz Locher in der laufenden Landtagswoche mit einem Beschlussantrag nun konkrete Schritte gefordert, um das Projekt endlich voranzubringen.
 
Dieser wurde nach eingehender Diskussion im Landtag in Absprache mit Landesrat Daniel Alfreider vertagt, damit vor einer Entscheidung noch vorbereitende Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden können. Für Locher ist jedoch klar: „Nach rund 40 Jahren Diskussion ist die Zeit mehr als reif, endlich eine Entscheidung zu treffen – ich halte an diesem wichtigen Infrastrukturprojekt mit Nachdruck fest.“

Locher, der bereits in den vergangenen Jahren immer wieder ein klares Bekenntnis zu diesem Projekt gefordert hatte, will nun endlich eine Entscheidung: „Die Diskussion um eine wirksame Entlastung des Bozner Stadtzentrums vom Schwer- und Durchgangsverkehr reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. Während in den vergangenen Jahren zahlreiche Straßenbauprojekte in Südtirol realisiert oder auf den Weg gebracht wurden, kam es beim Hörtenbergtunnel immer wieder zu Verzögerungen.“ Damit soll jetzt endgültig Schluss sein und wenn es nach Lochers Vorstellungen geht, soll bis Ende dieses Jahres die definitive Trassenführung feststehen. Mit der Vereinbarung „Agenda Bozen“ zwischen Land und Gemeinde erhielt das Vorhaben ab 2018 zwar neuen Schwung, die notwendigen Machbarkeitsstudien, Variantenanalysen und Planungsarbeiten wurden damals auch eingeleitet. Die Ausschreibung der Planung erfolgte schließlich 2023, seither laufen die Detailplanung sowie die technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie. Inzwischen hat sich die Verkehrssituation in und um Bozen aber deutlich verschärft. Im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt leben rund 200.000 Menschen, mehrere Zehntausend pendeln täglich nach Bozen. Trotz des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs kommt es regelmäßig zu Staus, langen Wartezeiten und erheblichen Belastungen für die Bevölkerung. Besonders der zunehmende Schwerverkehr stellt ein Sicherheitsrisiko dar und hat in der Vergangenheit auch zu schweren Verkehrsunfällen geführt.

Für Locher steht fest: „40 Jahre Diskussion sind genug. Jetzt braucht es endlich eine klare Entscheidung und den politischen Willen, den Hörtenbergtunnel auf den Weg zu bringen.“