Parteiobmannstellvertreter Zeno Christanell

SAD: Das Land darf sich nicht erpressen lassen und muss Arbeitnehmer schützen!

Der Zwist zwischen Land und SAD hat einen neuen Höhepunkt erreicht, nun wird auf dem Rücken der Mitarbeiter ein ungleicher Streit ausgetragen
In einem Brief an alle Gewerkschaften und zur Kenntnis an die Landesregierung teilt laut Presse der SAD-Mehrheitseigner mit, dass mit 5. September der Zusatzvertrag für die 250 Busfahrer „einseitig“ gekündigt wird. Das bedeutet für die Chauffeure eine deutliche Lohnreduzierung.
Warum das alles? Das Land soll schnellstmöglich das PPP-Projekt von SAD und Libus genehmigen. Damit werden die Mitarbeiter zum Spielball „höherer“ Interessen und als Faustpfand verwendet. Das ist in einer neoliberalen Welt vielleicht möglich, aber auf jeden Fall zynisch – vor allem wenn man auch weiß, wie sehr sich die Arbeitsbedingungen bei der SAD bereits verschlechtert haben, seitdem sie privatisiert wurde.

Die Landesregierung darf sich nicht erpressen lassen – schon allein um keine Nachahmungseffekte zu generieren.
Zum Schutz der Arbeitnehmer sollte man in ähnlichen Fällen einen Landeszusatzvertrag zum nationalen Kollektivvertrag abschließen. Das sollte natürlich vor der Vergabe der Konzession erfolgen, damit die Mitarbeiter unabhängig vom Arbeitgeber sich ihrer Rechte sicher sein können und keine „einseitige“ Kündigung möglich ist.
Was ich als relativ fleißiger Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel noch feststellen muss, ist, dass die Qualität in den Linienbussen merklich nachgelassen hat. Teilweise gibt es sprachliche Probleme, teilweise aber auch bei der Orientierung – neulich ist ein SAD-Bus in Naturns auf der falschen Straßenseite stehen geblieben und musste sich dann mit einem waghalsigen Manöver richtig positionieren. Hier sollte das Land den Konzessionären mehr auf die Finger schauen: Auch das Einfordern von guter Qualität sichert die Arbeitsplätze der qualifizierten Busfahrer!
 
Dr. Zeno Christanell
SVP-Bezirksobmann Burggrafenamt
 
 
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