Landesrätin Waltraud Deeg

SPID - bürgernahe Verwaltung in meinem Wohnzimmer

Liebe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
 
eine moderne und bürgernahe Verwaltung ist das gemeinsame Ziel, an dem wir als Südtiroler Landesverwaltung in guter Zusammenarbeit mit den Gemeinden und anderen Lokalverwaltungen sowie mit Wirtschafts- und Sozialverbänden tagtäglich arbeiten. 
Eine moderne und bürgernahe Verwaltung bedeutet für mich, dass wir die Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung orts- und zeitunabhängig gestalten, also keine Zeiteinschränkungen durch rigide Öffnungszeiten der Ämter mehr haben, keine Wartezeiten an Schaltern, keine langen Anfahrtswege und auch kein Eingeben mehr der immer gleichen Daten. In Kürze: Die Verwaltung bei mir daheim, vernetzt und wann immer ich möchte.
Das Land Südtirol baut daher die Dienste, die online abgewickelt werden können, ständig aus. Derzeit sind 64 Dienste online abrufbar. Egal ob Ansuchen um das Landesfamiliengeld, die Anmeldung zur Zwei- bzw. Dreisprachigkeitsprüfung oder die Ansuchen für den Südtirolpass und den Euregiofamilypass: online sind verschiedene Behördengänge bequem und zeitsparend, rund um die Uhr und von zu Hause aus möglich.
 
Seit Anfang März gibt es beim Zugang zu den Online-Diensten eine Neuerung: Durch die Einführung der digitalen Identität SPID (Sistema Pubblico di Identità Digitale) ist es möglich mit Benutzername und Passwort auf dem persönlichen Bereich myCIVIS (https://my.civis.bz.it) im Südtiroler Bürgernetz die eigenen Dokumente und Unterlagen einzusehen. Wer eine aktivierte Bürgerkarte mit Lesegerät besitzt, kann diese auch weiterhin als Zugangsschlüssel zu myCIVIS und den Online-Diensten nutzen.
 
Der auf Staatsebene einheitliche SPID ersetzt den ehemaligen Südtiroler eGov-Account (seit 2015 wurden 80.000 Südtiroler eGov-Accounts eingerichtet), mit dem man sich bisher mit Passwort und Benutzername für die Online-Dienste der Südtiroler Landesverwaltung anmelden konnte. Neben den Diensten auf lokaler und Landesebene, kann man nun über SPID auch auf alle nationalen Online-Dienste (z.B. von NISF/INPS oder der Agentur für Einnahmen) zugreifen. 
 
Insgesamt acht auf Staatsebene aktive Provider bieten die neue digitale Identität an. Die SPID-Aktivierungsverfahren können bei den meisten Anbietern komplett online abgewickelt werden, einige u.a. Post und Handelskammer bieten auch einen Schalterdienst an, an den man sich wenden kann, um sich den SPID einzurichten. Um einen SPID beantragen zu können muss man mindestens 18 Jahre alt sein und die italienische Staatsbürgerschaft besitzen.
Informationen zu SPID gibt es auch unter https://spid.gov.it (staatsweit einheitliche Seite, in Kürze auch in deutscher Sprache verfügbar), unter https://my.civis.bz.it/spid_d und telefonisch unter der Grünen Nummer 800 816 836 (von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr). 
 
Kurz möcht ich zur aktuellen Diskussion Datensicherheit und Datenschutz im Zusammenhang mit dem Datenklau bei Facebook eingehen: Für eine öffentliche Verwaltung und für mich persönlich als Zuständige für den Bereich Informatik in der Landesverwaltung hat der verantwortungsbewusste Umgang mit den Daten der Bürgerinnen und Bürger äußerste Priorität. Daher haben wir in den letzten vier Jahren viel Zeit und Ressourcen in die Sicherheit unserer Datacenter investiert und ein verwaltungsübergreifendes Kompetenzzentrum zur Datensicherheit in der Südtiroler Informatik AG aufgebaut. Die jüngsten Geschehnisse bestärken uns, dass dieser Weg ein wichtiger und richtiger war und wir diesen weitergehen müssen.
 
Abschließend wünsche ich euch allen einen guten Ausklang der Fastenzeit, ein frohes Osterfest und eine gute Zeit im Kreise eurer Familie und Freunde.

eure
Waltraud Deeg

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