Landesrätin Waltraud Deeg

Liebe Arbeitnehmerinnen, liebe Arbeitnehmer,

der Glasfaserausbau schreitet weiter voran: Heute (13. April 2017) haben die Gemeinden Toblach und Innichen das Glasfasernetz offiziell in Betrieb genommen und in einer Pressekonferenz vorgestellt. Um die Gemeinden Toblach und Innichen geht es hier aber nicht. Sie stehen beispielhaft für alle Südtiroler Landgemeinden.
Mit Investitionen in schnelles Internet stärken wir die Lebensqualität in ländlichen Gebieten, Investitionen in schnelles Internet sind auch ein wichtiger Baustein für den Erhalt und den Ausbau der Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Ich denke dabei etwa an Hotels, die immer mehr von Onlinebuchungen leben. Aber nicht nur. Ein flächendeckendes, leistungsfähiges Breitbandnetz ist eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Landes.

Wenn eine Landgemeinde den technologischen Anschluss nämlich verpasst, stellt sich für große Teile der Bevölkerung vor allem eine Frage: Kann ich hier bleiben? Kann ich mein Leben hier aufbauen?

In vielen Regionen Europas geben die Menschen heute schon eine klare Antwort: Nein. Sie ziehen in die Städte, die Schulen werden geschlossen, bei der Feuerwehr schieben Pensionisten Dienst. Im nördlichen England und in der Mitte Frankreichs genauso wie im Osten Deutschlands. Und genau in diesen Gebieten fordert die Rechte jetzt die etablierten Parteien heraus.
Südtirol ist von dieser Entwicklung bisher im Großen und Ganzen verschont geblieben, und wir arbeiten jeden Tag daran, dass das auch so bleibt. Ein wichtiger Baustein dafür ist der Ausbau der mobilen Datenstraßen. Dank der guten Zusammenarbeit der zuständigen Ämter haben wir auch schon einiges erreicht: Insgesamt gibt es in Südtirol derzeit rund 1.146 Kilometer Faserstränge. Das sind die Hauptleitungen, die die Provider dann an die Haushalte und Unternehmen verteilen. Zum Vergleich: Auf der Straße haben wir im Moment 2.826 Kilometer. Das schnelle Netz kommt also noch nicht überall hin, wo das schnelle (oder auch weniger schnelle) Auto hinfahren kann. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir weiter investieren. Wir sind auf einem guten Weg.

Schnelle Datenstraßen erhöhen die Chancen im ländlichen Raum. Und Chancengleichheit für alle – egal, woher sie kommen und eben auch egal, wo sie wohnen – war immer schon ein Hauptanliegen der Arbeitnehmer, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Mit der Investition in das schnelle Netz arbeiten wir ganz nebenbei aber auch an einem andere wichtigen Ziel unserer Bewegung, am leistbaren Wohnen nämlich. Denn stellt euch einmal vor, wie sehr die Wohnungspreise in den Städten weiter explodieren würden, wenn immer mehr Menschen auf der Suche nach Arbeit ihre Dörfer verlassen müssten. Auch das zeigen viele große europäische Ballungszentren eindrucksvoll. Leistbares Wohnen ist vielerorts nur mehr ein frommer Wunsch. Auch Südtirol entwickelt sich leider immer mehr hin zu einem Hochpreisland. Die Glasfasern arbeiten dagegen – nicht nur, aber auch.

                                                                                                                          
Waltraud Deeg

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