Home
ArbeitnehmerInnen
ArbeitnehmerInnen Journal
Vorsitzender und L. Abg. Helmuth Renzler

Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Helmuth Renzler

ACHTUNG: Rentner der Mittelschicht – Unangenehme Neuigkeiten


 Für einige Rentner, welche nach dem 1. Jänner 2012 in Pension gegangen sind und deren Rentenberechnung teilweise mit dem beitragsbezogenem System berechnet worden ist, berechnet das NISF/INPS diese Renten zurzeit neu.
 
Es handelt sich hierbei um Rentner, welche am 31.12.1995 mindestens 18 Versicherungsjahre aufscheinen hatten.  Deren Rente wurde laut Monti-Fornero Reform für die Rentenversicherungszeiten bis zum 31.12.2011 nach dem alten lohnbezogenem System berechnet und für die ab dem 1. Jänner 2012 bis zur Pensionierung eingezahlten Rentenversicherungszeiten nach dem beitragsbezogenem System.
 
Das Stabilitätsgesetz 2015 hat festgelegt, dass diese Renten nicht höher ausfallen dürfen als wenn sie ausschließlich nach dem lohnbezogenem System berechnet worden wären. Aus diesem Grund werden diese Renten nun neu berechnet. Sollte sich ergeben, dass die Berechnung nach dem lohnbezogenem System einen niedrigeren Rentenbetrag ergibt als die Berechnung nach dem gemischten System, so müssen die betroffenen Rentner den zu viel erhaltenen Betrag wieder rückerstatten. Dies betrifft vor allem Rentner, welche in Pension gegangen sind und deren Berechnungsgrundlage eine durchschnittliche pensionierbare Jahresentlohnung von ungefähr 46.000 Euro betrug.
 
Zum besseren Verständnis ein Beispiel:
Ein Arbeitnehmer (im Jahr 2014 in Pension gegangen, konnte am 31.12.2011 insgesamt 40 Versicherungsjahre nachweisen und war weitere drei Jahre nach dem 31.12.2011 versichert) hat mit der vom NISF/INPS durchgeführten Berechnung Anspruch auf eine Jahresbruttopension von 25.500 Euro. Diese 25.500 Euro setzen sich zusammen aus 24.000 Euro für die Versicherungszeiten, welche bis zum 31.12.2011 berechnet wurden plus weitere 1.500 Euro für die ab dem 1. Jänner 2012 eingezahlten Versicherungszeiten. Wenn man nun alle 43 Jahre ausschließlich nach dem alten lohnbezogenen System berechnen würde, so ergäbe sich eine Jahresbruttopension von 25.800 Euro.
 
Dies bedeutet, dass Rentner weniger Rente mit dem berechneten gemischten System erhalten, als wenn die Rente ausschließlich nach dem lohnbezogenem System berechnet worden wäre. Der Rentner muss deshalb nicht zurückzahlen. Wenn hingegen die Berechnung ergibt, dass er mit dem gemischten System eine höhere Rente bezieht, als jene welche er beziehen würde wenn die Rente ausschließlich nach dem lohnbezogenem System berechnet worden wäre, dann muss er diese Differenzbetrag nun wieder zurückzahlen.
 
Die betroffenen Rentner werden von Rentenversicherungsanstalt über die Neuberechnung und den Modalitäten einer eventuellen Rückerstattung schriftlich informiert.

 
Bozen, am 21. März 2017                                 Helmuth Renzler


Hier zu meiner Facebook-Seite
 
 
 

© ArbeitnehmerInnen in der SVP

Brennerstraße 7/A
|
39100 Bozen
|
T +39 0471 304 050
|
F +39 0471 304 049
|
MwSt. Nr. 80003620210