Landtagsabgeordnete Magdalena Amhof

Impfen ja! Zwingen nein!

Das Impfen ist eine der größten Errungenschaften der Medizin. Impfen hat schon vielen Menschen das Leben gerettet – das ist Fakt. Wahrscheinlich ist das Thema deshalb so delikat, weil es hier um eine große Verantwortung geht. Zum einen um die persönlichen Verantwortung unseren Kindern gegenüber und zum Anderen die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.
Wir haben in den vergangenen Wochen viele Meinungen und Argumente gehört – Impfbefürworter und Impfgegner haben sich zu Wort gemeldet. Doch ein wichtiger Aspekt verbindet uns, nämlich das Ziel: Wir alle wollen die Sicherheit und Gesundheit der Menschen gewährleistet wissen.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass hohe Impfraten einen effizienten Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten bieten. In den letzten Jahren sind die Impfraten europaweit gesunken, vor allem in Italien – auch bei uns in Südtirol. Die von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlenen Zielwerte von 95% werden bei weitem nicht mehr erreicht. So müssen wir die traurige Tatsache hinnehmen, dass seit 2014 weltweit 15 Menschen stündlich an Masern sterben – einer Krankheit, die vermeintlich als ausgerottet galt. So wie auch die Pocken oder die Kinderlähmung. Das sollte uns zum Denken geben. Im Deutschen Bundestag liegt ein Gesetz auf, das die Impfpflicht für Deutschland fordert und auch in Österreich beraten Expertinnen und Experten seit Beginn dieses Jahres über die Impfpflicht, welche dort unter anderem von der Volksanwaltschaft gefordert wird.

Selbstverständlich will jede Mutter, jeder Vater nur das Beste für die Kinder und wird sich dementsprechend für oder gegen das Impfen entscheiden. Ich persönlich befürworte das Impfen. Allerdings bin ich gegen die drakonischen Maßnahmen, die der italienische Saat nun erlassen hat. Dass zum Beispiel den Eltern angedroht wird, bei Impfverweigerung, das Sorgerecht für ihre Kinder abgesprochen zu bekommen, ist jenseits von Gut und Böse. In höchstem Maße übertrieben und zu rigoros, finde ich. Für Italien typisch: Es wird lange nichts unternommen und plötzlich wird unverhältnismäßig hart durchgegriffen.

 
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