Landtagsabgeordnete Magdalena Amhof

„Die Matura: Das ist schon das Mindeste!“

Selbstverständlich will jeder nur das Beste für sein Kind, vor allem dann, wenn es um die Ausbildung und damit um das Rüstzeug für seine Zukunft geht. Das Maturadiplom ist da schon das Mindeste, das man seinen Töchtern und Söhnen ans Herz legt. Auch von Seiten der Lehrpersonen wird Schülerinnen und Schülern der Weg zur Matura aufgezeigt und angepriesen. Nur wenige denken daran, dass eine Lehre genauso wertvoll, bereichernd und interessant sein kann. Und beides zu kombinieren – praktische Ausbildung und Matura -  stand bis vor kurzem überhaupt nicht zur Diskussion.

Nun aber wurde ein Meilenstein in der Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit der Ausbildung gesetzt: Die berufsbegleitende Matura. Sie stellt junge Frauen und Männer nicht mehr vor die schwierige Entscheidung zwischen Lehre oder Matura, sondern ermöglicht ihnen in insgesamt 6 Jahren die Matura zu erreichen, ohne aus dem Berufsleben aussteigen zu müssen.
Bereits im laufenden Schuljahr 2017/18 wird Lehrlingen in Südtirol erstmals die Möglichkeit geboten, über einen Lehrvertrag einen zweijährigen berufsbegleitenden Lehrgang zu besuchen, um sich auf die staatliche Abschlussprüfung der Oberstufe (Matura) vorzubereiten. Der Lehrgang umfasst insgesamt 1.232 Unterrichtsstunden und ist auf zwei Jahre, also 4 Semester, aufgeteilt. Der Unterricht findet in den ersten drei Semestern freitags und samstags statt, im 4. Semester dann auch donnerstags.

Es ist dies ein Pilotprojekt, das sich an junge Menschen mit einem Lehrabschluss in folgenden Berufen richtet: Elektrotechniker/innen, Kommunikationstechniker/innen, Mechatroniker/innen, Steinbildhauer/innen, Maurer/innen, Zimmerer/innen, Maschinenbaumechaniker/innen, Schlosser/innen, Schmiede/innen, Tischler/innen, Werkzeugmacher/innen und Mediengestalter/innen. Der Lehrgang wird an der Berufsschule für Handwerk und Industrie in Bozen angeboten.

Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele junge Südtiroler/innen von diesem Angebot Gebrauch machen und sich damit einerseits den sicheren Weg in ihre eigene Zukunft bahnen und andererseits dem Fachkräftemangel in Südtirols Betrieben entgegenwirken.


 
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