SVP Sozialausschuss von Naturns

Familienförderung und Rentenvorsorge

Foto v.l.: Astrid Pichler, Elisabeth Brichta (ASWE), Olav Lutz (KVW), Waltraud Deeg (LR), Zeno Christanell, Valentin Stocker (Vorsitzender GSA Naturns), Norbert Kaserer, Manuela Tappeiner (KVW).




Der SVP Sozialausschuss von Naturns hat zu einem Infoabend über Familienförderung und Rentenvorsorge geladen. Familienlandesrätin Waltraud Deeg zeigte Möglichkeiten auf, wie das Land Südtirol Eltern finanziell unterstützen kann.

„Es gibt viele Angebote, aber manchmal wissen wir über die Förderungen nicht ausreichend Bescheid. Deshalb ist es wichtig, dass sich junge Eltern informieren um die zur Verfügung stehenden Fördermittel  des Landes zu beanspruchen damit diese auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, führte Norbert Kaserer, Mitglied im Gemeindesozialausschuss und Initiator des Abends, ein.
Bei der Vortragsreihe „Mami sorgt vor“ gaben daher Familienlandesrätin Waltraud Deeg, die Mitarbeiterin der ASWE (Agentur für wirtschaftliche und soziale Entwicklung) Elisabeth Brichta sowie Olav Lutz, Präsident des KVW Patronats eine Übersicht über die diversen Formen der finanziellen Unterstützung von Seiten des Landes und des Staates. Das Land Südtirol fördert die Familien auf vielfältige Weise – sowohl finanziell, als auch über Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der frühzeitigen Stärkung von Familien. So wurden im Jahr 2017 allein für die finanzielle Unterstützung insgesamt 72,8 Mio. Euro ausbezahlt, für das Jahr 2018 sind rund 73 Mio. Euro vorgesehen. „Familien sind unsere Zukunft – darum ist jede Investition in diesem Bereich eine gute Investition“, betonte Deeg in Naturns. Ein weiteres Augenmerk gilt den Möglichkeiten der rentenmäßigen Absicherung der Erziehungszeiten, welche von der Region gefördert wird.
Der Vorsitzende des Gemeindesozialausschusses Valentin Stocker lobte die Initiative der Landesrätin und das große Engagement des Landes: „Hier hat die Politik sehr viel getan und bessere Verhältnisse geschaffen.“ Die zuständige Naturnser Gemeindereferentin Astrid Pichler ergänzte, dass auch die Gemeinden vor Ort viel tun können: „So haben wir beispielsweise eine KITAS eingerichtet und unterstützen das ELKI tatkräftig. Ebenso ist die Sommerbetreuung für viele Familien sehr wichtig.“ Zeno Christanell, Gemeinderat in Naturns und Mitglied im Landesvorstand der SVP-Arbeitnehmer, gab aber auch zu bedenken, dass Familienfreundlichkeit nicht nur Aufgabe der öffentlichen Hand sein kann. „Auch die Arbeitgeber müssen mit fairen Löhnen und durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen einen Beitrag dazu leisten, dass Familie und Beruf besser vereinbar wird. Innovative Modelle sollten beispielsweise durch IRAP-Freibeträge belohnt werden“, meint Christanell.
Wer den Infoabend verpasst hat, kann sich auch in den Patronaten des Landes oder direkt bei den Mitarbeitern der ASWE über die unterschiedlichen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung der Familien, aber auch der rentenmäßigen Absicherung der Erziehungs- und Pflegezeiten informieren. „Informieren kostet nichts, kann aber viel bringen“, motivieren die Naturnser SVP-Arbeitnehmer.




 

Arbeitnehmer wählen neue Bezirksspitze und stellen Forderungen

Vor kurzem hat sich der SVP Bezirkssozialausschuss neu konstituiert und die Meranerin Beatrix Burger zur Vorsitzenden der Arbeitnehmer im Burggrafenamt gewählt. Zudem wurden eine Reihe Forderungen für mehr soziale Gerechtigkeit gestellt.

Die neue Vorsitzende der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Burggrafenamt heißt Beatrix Burger und ist Mitglied des SVP Ortsausschusses von Meran. Die Wahl erfolgte einstimmig. Burger gab gleich nach der Wahl zu Protokoll: „Die Vertreter der Arbeitnehmer leisten vor allem in den Gemeinden eine wichtige Arbeit. Sozialreferenten kümmern sich um die Belange der Familien, organisieren Sommerbetreuungen, bauen Kinderspielplätze, sind Ansprechpartner bei sozialen Problemen und Bildung. Darüber hinaus wollen wir aber auch noch mehr Akzente für die soziale Gerechtigkeit auf Landesebene setzen.“
Die Politik der Arbeitnehmer sei auch dort in vielen Bereichen spürbar, berichtete der Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler: „So zum Beispiel ist es uns gelungen die Erstwohnungen fast komplett von der GIS zu befreien und den IRPEF-Freibetrag auf 28.000.- € zu erhöhen. Das bedeutet für über 100.000 Rentner, dass sie keinen Regionalzuschlag mehr zahlen müssen.“ Auch wenn es vielen Südtirolern sehr gut gehe, so hänge doch die soziale Umverteilung von einer starke Arbeitnehmer-Bewegung ab. Alle Vergleichsstudien zeigen, dass Südtirol auf einem guten Weg sei. Mit einem BIP pro Kopf von 41.300.- € (EU: 28.900.- €), einer Beschäftigungsquote von 72,2% (EU: 66,6%) und einer Arbeitslosenquote von 3,7% (EU: 10,3%) gehöre Südtirol zu den prosperierenden Regionen Europas.

„In dieser Legislatur wurden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, damit die Wirtschaft konkurrenzfähig bleibt – was sehr gut gelungen ist. Nun müssen wir aber alle gemeinsam auf den sozialen Ausgleich schauen, denn der untere Teil der Lohnempfänger hat an Kaufkraft verloren. Von den Reduzierungen der lokalen Gebühren muss auch etwas bei den Arbeitnehmern ankommen“, mahnte Christanell an, der auch dem sozialen Flügel der SVP angehört. Das durchschnittliche Lohniveau sei im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten zu gering. Vor allem das untere Drittel der Lohnabhängigen spüre von der starken Wirtschaftsleistung kaum etwas. Die durchschnittliche Jahresbruttoentlohnung sei hier laut ASTAT inflationsbereinigt gegenüber 2009 sogar um fast 3% gesunken. Deshalb habe der ASGB mit seinen Mai-Forderungen sicherlich Recht. „Die IRAP-Reduzierung der letzten Jahre, die fast 100 Millionen Euro ausmacht, muss bei den einfachen Arbeitnehmern ankommen Das wäre gelebte Sozialpartnerschaft und stärke zudem den Binnenmarkt“, meint Christanell. Auch das Eigenheim ist weiterhin für viele nicht leistbar, weshalb ein angemessener Wertausgleich notwendig ist. Eine weitere Forderung, um mehr soziale Gerechtigkeit zu erreichen, liegt in der weiteren Erhöhung der regionalen IRPEF-Freibeträge. „Mit ein paar wenigen Maßnahmen würden die Lohnempfänger mehr verdienen und besser am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben können“, machte Christanell deutlich.
 

© ArbeitnehmerInnen in der SVP

Brennerstraße 7/A
|
39100 Bozen
|
T +39 0471 304 050
|
F +39 0471 304 049
|
MwSt. Nr. 80003620210