"Der FC Südtirol gehört nach Bozen!"
Zum Thema "Keine weiteren Monsterprojekte uns Jungen reichts" hat die Junge Generation in der SVP im Rahmen einer Medienkonferenz im Drususstadion ihre Gründe, Argumente gegen das Stadionprojekt in Leifers vorgebracht.
2008 sollte in Leifers auf einem sieben Hektar großen Gelände das Landessportzentrum mit einem Fußball-Stadion errichtet werden. Im Juli 2011, genau drei Jahre später, gilt ein neues Projekt.
Statt eines Landessportzentrums geht es jetzt um ein Stadion, um ein Einkaufszentrum, um eine private italienische Sportschule und um ein Rehazentrum. Mittlerweile sind es schon ca. 11 ha für das erste Baulos. Das geplante Einkaufszentrum soll auf einer Fläche von 7.000 Quadratmeter errichtet werden, so der Beschluss des Landtages. Es soll dazu dienen, das gesamte Bauprojekt zu finanzieren. Die Junge Generation stellt sich die Frage, ob die 7.000 Quadratmeter ausreichen, und was passiert dann mit der eh schon gebeutelten Leiferer Handelsstruktur?
"In Leifers würde man schätzungsweise 65-80 Millionen als Gesamtprojekt verbauen, wobei das Land seit kurzem insgesamt ca. 11 Millionen, zusätzlich dem Kreisverkehr von ca. 3 Millionen zugesagt hat", so der Ortsjugendreferent aus Leifers, Valentin Plattner.
Die Junge Generation in der SVP und die JG Bozen und Leifers lehnen dieses Projekt strikt ab.
"Wir fordern die Entscheidungsträger und die Verantwortlichen auf, das Drususstadion in Bozen dem FC Südtirol zu übergeben, und das Stadion zu renovieren", so der Gemeindejugendreferent aus Bozen Lorenz Mayr.
Es würden einige gute Gründe dafür sprechen: Es wird ein Bruchteil kosten; man ist nicht gezwungen, ein Einkaufszentrum zu errichten und logistisch ist das Drususstadion idealer und das Drususstadion kann sowieso nicht in diesem Zustand gelassen werden. Weiters verringert sich die benötigte Fläche enorm.
Die JG ist nicht die einzige, die sich gegen das Projekt ausgesprochen hat, sondern auch der Hds, der Bauernbund, der Heimatpflegeverband, die Kaufleute und sogar die Leiferer Sportvereine.
Laut des Bezirksjugendreferenten Daniel Dagostin beinhaltet das Stadionprojekt keine Nutzungsmöglichkeit seitens der Leiferer Bevölkerung und der Vereine.
In wirtschaftlich harten Zeiten, wo jeder sparen muss und jeder den Euro zweimal umdrehen muss, soll auch hier in Südtirol gespart werden. Es muss nicht immer das Beste und das Teuerste sein, denn schließlich tragen wir als Jugend von heute die Kosten von morgen ", so der Landesjugendreferent Manuel Raffin. Laut Raffin müsse mit Kulturgrund sparsamer umgegangen werden.
Abschließend fordert die JG, dass die Bevölkerung bei der Planung und Entscheidung von Projekten miteinbezogen werden sollte.
Im Bild v.l.n.r.: Manuel Raffin, Lorenz Mayr, Daniel Dagostin und Valentin Plattner



