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Oskar Peterlini
Oskar Peterlini
22.02.12 - Senator Oskar Peterlini
Nein zur Finanzierung von kriegerischen Einsätzen

Peterlini begründete seine Nein-Stimme im Plenum des Senats

"Der Einsatz der italienischen Truppen in Krisenregionen kann nicht als Friedensmission definiert werden, sondern stellt eine offene Unterstützung von kriegerischen Auseinandersetzungen dar". Das betonte heute der Südtiroler Senator Oskar Peterlini im Plenum des Senates und begründete damit seine Gegenstimme zum Dekret, das eine Neufinanzierung der italienischen internationalen Missionen vorsieht.
"Diese kriegerischen Auseinandersetzungen kosten unzähligen Zivilisten das Leben. Und ich bin absolut dagegen, dass die italienischen Soldaten direkt in die Kriegshandlungen eingreifen. Die italienische Regierung sollte sich hingegen verstärkt für eine politisch-diplomatische Lösung der Konflikte in diesen Krisenregionen einsetzen". Senator Peterlini, der seit 2001 die Sinnlosigkeit des damaligen Irakkrieges sowie der so genannten Afghanistanmission mehrmals anprangert und stets gegen den Einsatz italienischer Soldaten in Krisenregionen gestimmt hatte, rief Artikel 11 der italienischen Verfassung in Erinnerung. "Anstatt bei den Familien zu sparen, sollten die Mittel für diese kostspieligen internationalen Kriegseinsätze reduziert werden, die noch dazu verfassungswidrig sind."
"Die Geschichte lehrt uns", so Peterlini in seiner Erklärung, "dass der Krieg keine Konflikte lösen kann, sondern ganz im Gegenteil den Terrorismus und Fundamentalismus steigert." Anstatt derartige Einsätze zu finanzieren, sollte eine stärkere Rolle der Europäischen Union als Kraft des Dialogs, der Förderung von Frieden, Freiheit und Demokratie angestrebt werden. "Zur Stabilisierung der Lage in diesen Ländern muss Europas Antwort auf der Grundlage der christlichen Werte, der humanistischen Welteinstellung und der geschichtlichen Erfahrungen erfolgen."
2012 - Südtiroler Volkspartei
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