Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes mehr als Rechtsberatung
Demnächst wird der Südtiroler Landtag das Amt des Landes-, Kinder- und Jugendanwaltes neu besetzen. Die ArbeitnehmerInnen in der SVP sehen darin eine große Chance für eine ganzheitliche Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Bestehende Dienste sollten besser vernetzt und die Erziehungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Universität gezielt miteinbezogen werden.
„Die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes darf nicht „nur“ ein Reparaturbetrieb für sogenannte schwierige Fälle sein. Die Rechte der Südtiroler Kinder und Jugendlichen werden dann wirksam vertreten, wenn sich die Bedingungen verbessern unter denen sie aufwachsen“, stellt ArbeitnehmerInnen-Vorsitzender Christoph Gufler fest. Deshalb müsse sich die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes über die Rechtsberatung hinaus darum bemühen, dass die bestehenden Dienste stärker vernetzt und die Erziehungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Universität gezielt mit einbezogen werden.
„In den letzten Jahrzehnten konnten in Südtirol eine Vielzahl von wertvollen Diensten für Kinder und Jugendliche und ihre Familien aufgebaut werden. Diese reichen vom Sozial- und Jugendbereich über die Sanität bis zum Schulwesen. „Jetzt geht es in einem zweiten Schritt darum, diese Dienste besser miteinander zu vernetzen. Dadurch können ohne Mehrkosten notwendige Synergien hergestellt werden, welche ein ganzheitliches Betreuungsangebot der Kinder und Jugendlichen ermöglichen“, so Gufler.
Heute sei es allzu oft so, dass die eine Hand nicht wisse was die andere tue. Die Folge davon sei oft ein Spießrutenlauf durch die Institutionen und unverantwortlich lange Wartezeiten. „Hier kann und soll die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes eine wichtige Brückenfunktion einnehmen. Sie kennt die Probleme der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien und weiß deshalb am besten wo der Hebel anzusetzen ist“ so Gufler. Deshalb sei es wichtig die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes mit jemandem zu besetzen, der auch über die erforderliche psychopädagogische Sachkompetenz verfügt und die bestehenden Dienste im Lande kennt. „Die vordringliche Aufgabe der Kinder- und Jugendanwaltschaft ist es systemwirksame Akzente zu setzen. Rechtsberatung ist wichtig, Erziehungsberatung wichtiger“, so die ArbeitnehmerInnen in der SVP, welche angesichts der in den letzten Jahren dramatisch zunehmenden Anzahl von Hilfesuchenden akuten Handlungsbedarf feststellen.
„Wenn es uns nicht gelingt, jetzt klare Schritte zu setzen, dann werden wir in zehn Jahren hohe „Reparaturkosten“ zu tragen haben, vom menschlichen Leid und dem gesellschaftlichen Schaden ganz zu schweigen“ so Gufler abschließend.



