Schwerpunkte 2012: Nightliner und Junges Wohnen
Am vergangenen Mittwoch haben sich die Mitglieder der Unterlandler Ortsjugendausschüsse zur erweiterten Sitzung der Bezirksjugendleitung in Neumarkt getroffen. Bezirksjugendreferent Jürgen Rella konnte bei diesem Zusammentreffen auch Landessekretär (und JG-Mitglied) Philipp Achammer begrüßen. Auf der Tagesordnung standen die wichtigsten Themen der Jungen Generation im laufenden Jahr sowie der Bericht des Landessekretärs von den Geschehnissen auf Landesebene.
Die Forderung nach einem „Nightliner“, einer Nahverkehrslinie für die Nachtstunden, ist zurzeit eines der wichtigsten Anliegen der JG Unterland. Man sei bemüht, so Jürgen Rella, eine nächtliche Verbindung des südlichen Landesteils mit dem Überetsch und Bozen auf die Beine zu stellen. Die Unterlandler Jugendlichen würden beim Ausgehen die Lokale des Überetsches bevorzugen. Deswegen seien nächtliche Verbindungen nach Kaltern, Eppan und auch Bozen die zentrale Forderung der JG. Landesjugendreferent-Stellv. Stefan Franceschini, der in dieser Thematik bereits sehr viel Vorarbeit geleistet hat, berichtete über den Stand der Dinge in Sachen mögliche Linien, Fahrpreise, etc. Für junge Menschen seien günstige, verlässliche und sichere Fahrmöglichkeiten sehr wichtig. In Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst, den Jugendtreffs und anderen Jugendvertretern sei man bemüht, möglichst bald die Inbetriebnahme eines Nightliners zu erreichen, versicherte Franceschini. „Einen ganz großen Dank schulden wir Hannes Herbst und seiner Aldeiner Ortsjugendgruppe, die schon länger sehr aktiv für einen Nightliner gearbeitet haben. Sie haben durch ihr Engagement – eine Umfrage in Aldein/Radein und die Gründung einer Facebook-Gruppe – wichtige Schritte gesetzt, auf die man sehr gut aufbauen kann “, so Rella abschließend. Die Bezirksjugendleitung vereinbarte, ihr Möglichstes zur Einführung eines Nightliners zu leisten. Man fasste als nächsten Schritt eine Unterschriftenaktion ins Auge, deren Durchführung die JG nun planen und rasch umsetzen will.
„Junges Wohnen“ wurde als weiterer Themenschwerpunkt fixiert. Von der JG im Vorjahr auf Landesebene initiiert, möchte man heuer auch im Unterland auf die Problematik der für junge Menschen unerschwinglichen Wohnungspreise und zum Teil sehr hohen Mieten aufmerksam machen und Akzente setzen. Gemeinsam mit der JG-Spitze, die immer wieder namhafte Experten zu dieser Thematik einlädt, wird sich die Bezirksjugendleitung dieser Herausforderung stellen.
Die ausgezeichnete Kooperation mit der SVP-Wirtschaft Unterland unter Führung von Irene Huez setzt die JG auch dieses Jahr fort. Der rege Meinungsaustausch und die gemeinsamen Veranstaltungen zwischen beiden Parteiorganisationen haben in den letzten beiden Jahren im Unterland Vertreter der Jugend und der Wirtschaft zusammengeführt und große Wertschätzung und Solidarität füreinander bewirkt.
Ein Höhepunkt der Sitzung war der Bericht des Landessekretärs Philipp Achammer. Dieser zeigte sich erfreut über die lebendige Diskussion und das Engagement der JG. Er ging in seinen Ausführungen zu Beginn auf die schwierige Phase ein, in der die Partei noch immer stecke. „Politker müssen Vorbildcharakter haben und als Verantwortungsträger die Werte unserer Gesellschaft einhalten. Einem jeden Politiker muss klar sein, dass er nur auf Zeit gewählt ist und die absolute Pflicht hat – dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger entsprechend – mit bestem Wissen und Gewissen für die Allgemeinheit zu arbeiten!“, zeigte sich Achammer überzeugt. „Wer sich nicht korrekt verhält, muss aus seinem Verhalten die Konsequenzen ziehen und gehen.“ Die SVP brauche, so Philipp Achammer weiter, in absehbarer Zeit personellen Wechsel und Erneuerung. Er verwies auf seine Zeit als Landesjugendreferent, in welcher man erfolgreich die Mandatsbegrenzung für die Bürgermeister gefordert habe. Die letzten Gemeinderatswahlen mit dem guten Abschneiden der Partei hätten bewiesen, dass die Menschen „frischen Wind“ in der Politik wollen. Nachdem Bezirksjugendreferent Rella und weitere JG-Funktionäre diese Stellungnahme Achammers bekräftigten, ging der SVP-Landessekretär abschließend ausführlich auf das Modell der „Vollautonomie“ ein, die eine realistische Vision für die Zukunft Südtirols darstelle.



