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Gefahr nicht unterschätzen
Gefahr nicht unterschätzen
08.02.12 - Landtagsabgeordnete Rosa Zelger Thaler
„Bären und Wölfe müssen weiterhin beobachtet werden“

„Im Zuge von Sparmaßnahmen hat die Landesregierung beschlossen, die intensiven Kontrollen der Bären und Wölfe auf Südtiroler Gebiet einzuschränken. Dies ist in Anbetracht der Schäden, die diese Wildtiere verursacht haben und der Gefahr, die sie für Mensch und Nutztiere darstellen, völlig unverständlich“, so die bäuerliche Abgeordnete Rosa Zelger Thaler.

„Im Herbst haben gleich mehrere Bären für Schäden in der Almwirtschaft gesorgt, indem sie vermehrt Nutztiere gerissen haben. In Ulten hat sich ein Bär einem Menschen gar bis auf einige Meter genähert. Trotzdem hat die Landesregierung nun beschlossen, dass jene Beamte des Amtes für Jagd und Fischerei, die unter anderem mit der Beobachtung der Wildtiere beauftragt waren, neue Aufgaben übertragen bekommen“, so Zelger Thaler. Dies bedeute, dass ab 18. März 2012 Wildtiere in Südtirol nicht mehr so intensiv kontrolliert werden können, wie bisher. Die bäuerliche Abgeordnete will nun in einer Landtagsanfrage an die Landesregierung wissen, warum gerade in diesem Bereich Einsparungen gemacht würden.

„Dies ist in Anbetracht der Lage, wie sie sich im Herbst in Ulten und am Deutschnonsberg gezeigt hat, völlig unverantwortlich. Da die Kompetenz für eine Entnahme und Umsiedlung der Bären beim italienischen Umweltministerium liegt und dieses trotz mehrmaliger Interventionen von Südtiroler Seite keinen Handlungsbedarf sieht, ist es umso wichtiger, dass die Landesregierung wenigstens die Beobachtung der Bären und Wölfe garantiert“. Dies sei umso wichtiger, da einer der Bären, der im Vorjahr in Ulten und am Deutschnonsberg unterwegs war, mittlerweile seinen Peilsender verloren habe. „Wir haben überhaupt keine Informationen, wo sich die Bären aufhalten. Es darf aber nicht sein, dass es im Frühjahr zu einer Fortsetzung der Bärenrisse kommt, bzw. Bürgerinnen und Bürger einer Gefahr durch Wildtiere ausgesetzt sind“, so Rosa Zelger Thaler abschließend.
2012 - Südtiroler Volkspartei
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