Nahversorgung und Arbeitsplätze nicht gefährden
„Unsere Städte und Dörfer sind das Herz unserer Lebenswelt. Ihnen droht Gefahr, wenn in den Gewerbezonen und auf der grünen Wiese Einkaufs- und Dienstleistungszentren entstehen", stellt Landesvorsitzender Christoph Gufler fest. Außerdem werde dadurch dem produzierenden Gewerbe notwendige Erweiterungsflächen entzogen wodurch wertvolle Arbeitsplätze in Gefahr sind.
Das Herz unseres Landes sind lebendige Dörfer und Städte. Sie bilden die Zentren unserer Lebenswelt. Dort kann Gemeinschaft gelebt und Nahversorgung gewährleistet werden. Deshalb haben die Ortskerne mit ihrer wertvollen Bausubstanz ein großes Zukunftspotential für Einheimische und Gäste, das nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen ist. Dies ist der Fall, wenn wie von der römischen Regierung beabsichtigt die Verlagerung von Dienstleistung in die Gewerbezonen und ins landwirtschaftliche Grün ermöglicht wird. Deshalb fordern die ArbeitnehmerInnen in der SVP die Landesregierung auf, in dem in Ausarbeitung befindlichen Gesetz keine Dienstleistung in den Produktionszonen und im landwirtschaftlichen Grün zuzulassen.
„Einkaufszentren in Produktionszonen und auf der grünen Wiese sind der Tod lebendiger Orte und zerstören die bäuerliche Kulturlandschaft. Abgesehen davon: wer wird es sich bei den steigenden Treibstoffpreisen und stagnierenden Einkommen nicht nur der älteren Menschen in Zukunft noch leisten können mit den Fahrzeugen in die Peripherie hinauszufahren um dort sine täglichen Einkäufe zu tätigen?", fragt Christoph Gufler.
Die Gewerbezonen sind weiterhin der Produktion vorzubehalten. „Das produzierende Gewerbe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Südtirol. Hier werden Waren hergestellt die in die ganze Welt exportiert werden. Und diese Betriebe bieten attraktive Arbeitsplätze nicht zuletzt auch für gut ausgebildete und hochqualifizierte SüdtirolerInnen, die sonst ins Ausland abwandern", so Gufler. Durch die Öffnung der Produktionszonen für die Dienstleistung werden diese zu Spekulationsobjekten, wodurch den bestehenden Betrieben die Möglichkeit sich zu erweitern genommen und die Ansiedlung neuer Betriebe erschwert wird“. Deshalb appellieren die ArbeitnehmerInnen in der SVP an die Landesregierung diesen Liberalisierungstendenzen der römischen Regierung durch eigene Gesetzesregelungen entgegen zu treten.



