Südtiroler Strom für Bürger
Ein Großteil der Stromproduktion befindet sich nunmehr im Besitz des Landes und von Gemeinden. Dies stellt eine große Chance dar spürbare Verbesserungen für die BürgerInnen herbei zu führen.
„Die Südtiroler müssen spüren, dass an den großen Kraftwerken nicht nur die Namensschilder ausgetauscht wurden“, so der Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen Christoph Gufler.
Es sind konkrete Vorteile für den neuen Eigentümer, nämlich das Südtiroler Volk, in die Wege zu leiten.
„Wir ArbeitnehmerInnen fordern, dass der Strompreis für die Südtiroler Familien gesenkt wird. Es kann nicht sein, dass SEL und Etschwerke Dutzende Millionen Euro Gewinne erzielen, während viele Haushalte sich zunehmend schwer tun über die Runden zu kommen“, so Gufler.
Diese Forderung fand bei der Sitzung des Parteiausschusses unter der Leitung von Parteiobmann und ArbeitnehmerInnen-Landesrat Richard Theiner, Zustimmung. Eine eigene Arbeitsgruppe wurde beauftragt in kurzer Zeit konkrete Vorschläge auszuarbeiten, wie der Strompreis gesenkt wird.
„Wir sind in dieser Kommission vertreten und werden uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass es noch im heurigen Jahr zu einer spürbaren Senkung der Stromkosten für die Südtiroler Haushalte kommt“, so Gufler.
Jetzt sei es an der Zeit sich zu öffnen und mit klaren Zielen vor die Bevölkerung zu treten, welche ja der eigentliche Eigentümer des Stromes ist. Dabei sei eine stärkere Miteinbeziehung der Standortgemeinden und der Gemeinden insgesamt notwendig. „Bereits Ende 2009 konnte ausgehandelt werden, dass für jedes Kraftwerk Beiräte einzusetzen sind, in denen die Vertreter der Gemeinden im Einzugsgebiet sitzen. Dies ist bisher nicht geschehen“, so Gufler.
„Es gibt auch andere Anliegen, welche den Bürgern wichtig sind und mit denen sie bei den staatlichen Stromkonzernen auf keinen grünen Zweig gekommen sind, wie beispielsweise die Eliminierung von Hochspannungsleitungen in Wohngebieten. Wichtig ist, dass ein neues Gesprächsklima entsteht und dass die Menschen das Gefühl haben jetzt endlich ernst genommen zu werden“, so Gufler abschließend.



