Frauen in die Landesregierung
Die SVP-Frauen freuen sich auf die nächste Landesregierung: mindestens so viel Frauen wie im Verhältnis in den Landtag gewählt sind. Frauenchefin Margesin fordert weiter von der Partei faire Unterstützung der Frauen im Spitzenteam und den Organisationen
„Die Landesfrauenleitung stimmt dem Vorschlag zu, dass in der Landesregierung mindestens gleich viel Frauen vertreten sein sollen, wie im Verhältnis in den Landtag gewählt sind“, erklärt Landesfrauenreferentin Angelika Margesin. Allerdings mit der Absicherung, dass auf jeden Fall mindestens zwei Frauen vertreten sein müssen. Klar müsse auch sein, dass die Frauen faire Unterstützung von der Partei erwarten: „Es braucht Frauen im Spitzenteam, viele Frauen auf den Listen und wie im Statut vorgesehen, müssen alle Organisationen Frauen aufstellen und klar unterstützen“, so Margesin.
Proportional wozu: zu den Gewählten oder zur Wahlbevölkerung
Margesin steht nach wie vor zur Forderung der Frauen nach einer hohen bzw. gerechten Vertretung der Frauen in der Regierung. Eine proportionale Vertretung sei nicht automatisch eine gerechte Vertretung: schließlich seien in der Bevölkerung mehr als die Hälfte Frauen und diese müssen heute von den wenigen Frauen im Landtag (9 von 35) und der Landesregierung (1 von 9) vertreten werden. Gründe dafür, dass immer noch weniger Frauen gewählt werden, gebe es viele, so Margesin:
Erstens unterstützen die großen Verbände nach wie vor vorwiegend Männer, und an deren Empfehlungen halten sich viele der Mitglieder.
Zweitens wählen die Menschen bekannte Namen und Gesichter: bekannt aufgrund von politischen Funktionen (meist Männer) oder durch kostenintensive Werbekampagnen, und auch dieses Geld haben vorwiegend Männer. Frauen hingegen haben oft nicht die gleiche finanzielle Ausgangsposition wie Männer.
Drittens sind es die Menschen gewohnt, oft seit Jahrzehnten, Männer zu wählen, waren diese doch früher allein auf weiter Flur. Mit solchen Gewohnheiten ist es schwierig zu brechen.



