Mit geeinter Stimme für Minderheitenrechte
SVP-Obmannstellvertreterin Martha Stocker und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann haben sich mit Vertretern der Siebenbürgischen Sezkler, einer ungarischen Minderheit in Rumänien, getroffen. „Gemeinsam mit anderen Volksgruppenvertretern wollen wir uns um eine europäische Bürgerinitiative zur Stärkung der Rechte der Minderheiten, der Volksgruppen und der Nationalitäten bemühen“, fasst Stocker das Ergebnis des Austauschtreffens zusammen.
Die Südtiroler Volkspartei hat sich letzthin um einen direkten Kontakt mit Vertretern der ungarischen Minderheit in Siebenbürgen (Rumänien) bemüht. Im Austausch mit einem Vertreter der „Demokratischen Union der Ungarn in Rumänien“ sowie den Szekler-Vertretern Iszák Balázs (Präsident des Szekler Nationalrates), Árus Zsolt (Vizepräsident des Szekler Nationalrates), Ferencz Csaba (Vizepräsident des Szekler Nationalrates) und Dabis Attila (Südtirolbeauftragter) wurden Martha Stocker, Herbert Dorfmann und Günther Rautz (Koordinator des Institutes für Minderheitenrechte der EURAC)aus erster Hand über die Situation der Volksgruppe informiert.
„Wir wollen uns gemeinsam für eine europäische Bürgerinitiative zur Stärkung der Rechte der Minderheiten, der Volksgruppen und der Nationalitäten einsetzen“, bestätigt Martha Stocker, die sich auch als Vizepräsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) für die Anliegen und Interessen europäischer Volksgruppen einsetzt. Dafür bedürfe es rund einer Million Unterschriften von EU-Bürgerinnen und Bürgern aus sieben unterschiedlichen EU-Ländern. „Gemeinsam können wir uns mit einer Bürgerinitiative für die Rechte der Volksgruppen stark machen“, so Stocker.
Beim Austauschtreffen äußerten Stocker und Dorfmann stellvertretend für die Südtiroler Volkspartei den Wunsch, dass sich die verschiedenen Gruppen der Ungarn in Rumänien auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. „Nur mit einer geeinten Stimme können die unterschiedlichen Volksgruppen Europas sich Gehör verschaffen und das Vorhaben der Bürgerinitiative durchbringen. Auch wir Südtiroler hätten in den 1960er und 70er Jahren ohne eine geeinte Stimme wohl kaum jene Garantiemaßnahmen erzielt, durch die wir uns heute als in Sprache und Kultur gefestigte Volksgruppen bezeichnen können“, ist Stocker überzeugt.
FUEV-Vizepräsidentin Martha Stocker wird ein Treffen der verschiedenen Volksgruppenvertreter koordinieren, um eine Bürgerinitiative einzuleiten. Daran werden neben Vertretern der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) auch Fachleute aus den Bereichen Europarecht, Minderheitenrecht und Völkerrecht teilnehmen. „Wir werden dabei die Initiative ausarbeiten, welche die EU-Kommission zum Handeln verpflichtet“ so Martha Stocker.
Im Bild (v.l.): Martha Stocker, Günther Rautz und Herbert Dorfmann im Gespräch mit der Delegation aus dem Szeklerland Ferencz Csaba, Zsolt Árus, Izsák Balázs und Dabis Attila.



