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Ortsobleute in Klausur
Ortsobleute in Klausur
28.01.12 - SVP-Ortsobleuteklausur in Brixen
SVP-Ortsobleute für Einheit und Geschlossenheit

Rund 170 SVP-Ortsobleute haben sich in einer Klausur am Samstagvormittag in Brixen mit der Zukunft der Südtiroler Volkspartei beschäftigt. In Arbeitsgruppen wurden von den Ortsobleuten zahlreiche Vorschläge und Maßnahmen erarbeitet, mit denen die SVP weiterhin Volkspartei bleiben und die Mehrheit der Bevölkerung auf sich vereinen will. SVP-Obmann Richard Theiner unterstrich gegenüber den Funktionärinnen und Funktionären, die er als das wahre Rückgrat der Partei bezeichnete, dass auf jeder Partei- und Mandatsebene stets das öffentliche Interesse im Vordergrund stehen müsse.

SVP-Landessekretär Philipp Achammer betonte zu Beginn der Klausur in der Cusanus-Akademie in Brixen, dass die Anregungen, Wünsche und Forderungen der anwesenden Ortsobleute wegweisend für die künftige Ausrichtung die Südtiroler Volkspartei seien, zumal aktuell zahlreiche Themen und im kommenden Jahr zudem zwei Wahlen anstünden.

Zu aktuellen und auch brisanten Themen nahm Parteiobmann Richard Theiner in seinem Bericht Stellung. „Das Vertrauen der Bevölkerung ist unser größtes Kapital“, betonte Theiner im Hinblick auf die momentan aufgeheizte Stimmung. Es gebe aber viele Gründe dafür, dass die Mehrheit der Bevölkerung seit über sechs Jahrzehnten der Südtiroler Volkspartei ihr Vertrauen schenke. Dies läge vor allem darin, dass bei der vielfältigen Arbeit der SVP auf allen Ebenen das Allgemeinwohl im Vordergrund steht. Die SVP-Basis dürfe sich durch negative Schlagzeilen nicht verunsichern lassen. „Wir arbeiten gut und erfolgreich, doch müssen wir dies in Zukunft besser kommunizieren“, so Theiner.

Optimismus sei besonders in Zusammenhang mit dem Zukunftsprojekt Vollautonomie angebracht. Die bisherige Autonomie sei hart erkämpft worden und habe dazu geführt, dass die deutsche und ladinische Volksgruppe Südtirols im internationalen Vergleich sehr gut dasteht. Nun gelte es aber dieses Konzept weiterzuentwickeln, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. „Die Basis sagt uns, wohin es gehen soll, da die Bevölkerung ein sehr gutes Gespür dafür hat, was gut und möglich ist – und was nicht“, unterstrich SVP-Obmann Theiner. Auch im Hinblick auf das Thema Politikkosten baue die Südtiroler Volkspartei auf eine Reform, die von der Basis getragen wird. Dabei sei es wichtig, eine transparente und für alle nachvollziehbare Lösung zu finden, mit der ab der kommenden Legislaturperiode gearbeitet werden könne. „Wir brauchen in diesem und in anderen Themen einen Schub von unten“, forderte Richard Theiner

In insgesamt neun Arbeitsgruppen wurden von den SVP-Ortsobleuten unterschiedliche Schwerpunkte erarbeitet, um die vielseitigen Herausforderungen für die kommenden Monate zu definieren. Dabei ging es unter anderem um Themen und Werte, die erfolgreiche Arbeit vor Ort sowie auf Landes- und Staatsebene, die Aufwertung der SVP-Mitgliedschaft und um die Vorbereitung auf das Wahljahr 2013. „Die Südtiroler Volkspartei bietet jedem Mitglied die Möglichkeit mitzureden und mitzugestalten“, hob Helmut Fischer, SVP-Ortsobmann von Latsch, stellvertretend für die Anwesenden hervor. Dazu zählten beispielsweise die Möglichkeit der Vorwahlen, welche von der SVP künftig noch stärker als bisher bei Wahlen auf den unterschiedlichen Ebenen umgesetzt werden könnten. Die SVP-Ortsobleute schlugen vor, sich und ihre Ortsgruppen besser zu vernetzen, um Erfahrungen auszutauschen und nach außen hin geschlossener auftreten zu können. Eine einheitliche und faire Vorgehensweise forderten sie auch für die Mandatarinnen und Mandatare sowie die SVP-Gremien auf allen Ebenen ein.

Landeshauptmann Luis Durnwalder informierte die anwesenden SVP-Funktionärinnen und Funktionäre aus erster Hand über die Ergebnisse der Klausur der Landesregierung. Im Hinblick auf das bevorstehende Zusammentreffen mit Ministerpräsident Mario Monti betonte Landeshauptmann Durnwalder die Bedeutung der Absicherung der Autonomie und ihrer Sonderregelungen. „Wir wollen keine Sonderbehandlung, aber wir erwarten uns die Anerkennung der Regelungen zur Autonomie, inklusive der Zusicherungen des Mailänder Abkommens“, hielt Landeshauptmann Durnwalder fest.

Zum Abschluss der Klausur dankte Parteiobmann Richard Theiner den anwesenden Orts- und Bezirksobleuten. „Ihr seid das wahre Rückgrat der Partei“, so Theiner. Man habe an den lebhaften Diskussionen in den Arbeitsgruppen und an der regen Beteiligung an der Klausur gesehen, dass das Modell der Sammelpartei viele Chancen und positive Zukunftsaussichten in sich berge.
2012 - Südtiroler Volkspartei
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