IT | EN | Ladin
Wohnen leistbar machen
Wohnen leistbar machen
20.01.12 - Wohnbauförderung überdenken
Fördermittel den realen Kosten anpassen

Die Anzahl der Ansuchen um Wohnbaudarlehen ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die ArbeitnehmerInnen in der SVP nehmen dies zum Anlass um Reformen anzumahnen.

Rund 25 Prozent weniger Ansuchen um Wohnbauförderung wurden 2011 von den SüdtirolerInnen eingereicht. Die ArbeitnehmerInnen in der SVP führen dies zum einen auf die sinkenden Einkommen der Familien zurück, zum anderen darauf, dass die geltende Wohnbauförderung zu wenig Unterstützung bietet.

„Noch vor 30 Jahren wurden 100% der Baukosten gefördert. Die Kosten für den Bau oder Erwerb einer Eigentumswohnung sind gewaltig gestiegen, dementsprechend wurden die Fördermittel nicht mehr im Verhältnis zu den realen Kosten angepasst. Nimmt man noch dazu, dass die Familieneinkommen in den letzten Jahren zurückgegangen sind und der Zugang zu Darlehen erschwert wurde, so braucht man sich nicht zu wundern, dass sich immer weniger Menschen ein eigenes Dach über den Kopf leisten können“, so der Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen, Christoph Gufler. Diese fordern schon seit langem, dass das bestehende Wohnbaugesetz den veränderten Gegebenheiten angepasst wird.

„Die Beiträge müssen an die gestiegenen Kosten angepasst werden und die hohen amtlich festgelegten Enteignungspreise gesenkt werden. Um zudem einen Anreiz für den Kauf von bestehenden Wohnungen zu schaffen, sollen für den Kauf die effektiven Landesbeiträge um 20 Prozent erhöht werden. Dies, weil beim Kauf keine Beiträge für Grund und Erschließung gewährt werden müssen“, so Gufler.

Außerdem fordern die Arbeitnehmerinnen in der SVP, dass die Bürgschaftsgenossenschaften, welche für Unternehmer eingerichtet wurden, auch für Kleinsparer Bürgschaften für die aufzunehmenden Bankkredite übernehmen können.

In der Vergangenheit habe Südtirol eine beispielhafte Wohnbaupolitik betrieben und dadurch einen wichtigen Beitrag für einen sozialen Ausgleich in der Südtiroler Bevölkerung geleistet.
„Gerade in Krisenzeiten stellt dies einen nicht hoch genug einzuschätzenden Stabilitätsfaktor dar. Deshalb sind Beiträge in diesem Bereich keine Sozialmaßnahmen, sondern Investitionen in die Zukunft unseres Landes, sowie angesichts der beklagten Baukrise, auch eine Wirtschaftsförderung“, so Gufler abschließend.
2012 - Südtiroler Volkspartei
YouTUBEFaceBook